Portugal.The man
im STRØM

Portugal. The man bringen ihre „Evil Friends“ am 21. September mit ins Strøm. Und sie wollen tanzen.

Wie soll man eine Band beschreiben, die sich nicht beschreiben lassen will? Eine Band, die das Allgemeine und das Individuelle schon im Bandnamen vereint, die sich mit jedem Album neu erfindet – und das mit acht Platten in neun Jahren? Nun, nehmen wir es mit einer Bestandsaufnahme: Die verschrobenen Indie-Popper aus Alaska haben die himmlischen Sphären ihres letzten Albums „In the Mountain in the Cloud“ verlassen und sich in die düsteren Untergründe der „Evil Friends“ begeben.

Grundsätzlich ist dabei alles beim Alten geblieben (wenn man das bei dieser Band überhaupt so sagen kann): Melodien irgendwo zwischen himmlisch leicht und ganz schön schräg, irgendwie verträumter Mädchen-Pop, aber doch auch ganz eindeutig Rock-Musik. Neu an der Sache ist, dass Portugal. The man diesmal auch irgendwie Bock auf Disco hatten: Plötzlich sind ihre Songs tanzbar. Das liegt sicherlich nicht zuletzt an Star-Produzent Danger Mouse, der zwar eigentlich kein Interesse mehr an Rock-Bands hatte, sich aber dann doch  von Sänger John Gourley überzeugen ließ. Und das Experiment ist mit einem herausragenden Album geglückt.

Am 21. September kommen Portugal. The man mal wieder in München vorbei, diesmal machen sie im Strøm Halt. Sehen kann man sie dort aller Wahrscheinlichkeit nach nicht – der von Lampenfieber geplagte Frontman tritt am liebsten in dichten Nebel gehüllt auf (angeblich spielt er dann besser). Dennoch kann man davon ausgehen, dass die Band, die viel Wert auf skurrile Ästhetik legt, sich irgendeine Verrücktheit in der Lichtshow ausdenken wird. Und außerdem soll ja heuer auch getanzt werden.

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TEXT: LARISSA PITTELKOW


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curt München Art Direktion, Redaktionsleitung & Master of Self-Exploitation.