11. April
Patrick Wolf

Non Lupus Ordinario

“See you when it’s time to wake, wild awake.”, schrieb Patrick Wolf im Februar diesen Jahres in einem seiner etwas kryptischeren Postings. 2016, also vier Jahre nach seinem letzten Release und ganz 5 Jahre nach dem Einschlag seines letzten Erfolgs-Albums „Lupercalia“ auf denen es eher ruhig zuging ist der Paradiesvogel aus Südengland tatsächlich wieder aufgewacht.

The Wildsound Tour heißt der nächste Coup des Ausnahmekünstlers, der ihn für 12 Stopps unter anderem am 11. April auch nach München tragen wird. Und das weder akustisch noch ganz allein auf der großen Bühne, sondern mit Rhythmus-Sektion und kompletter Band. Wolf verspricht einen völlig neuen Sound.

Doch wer ist Patrick Wolf, dessen Namen viele kennen, doch mit dessem Ouvre nur wenige vertraut sind? Allem voran ist Wolf ein englisher Songwriter aus dem Süden Londons. In zweiter Instanz ist er ein Wunderkind für die britische Musikpresse, das sich der breiten Vielfalt der Musik widmet und diese in vollen Zügen auskostet. So zerrt der Knabe mit den schrillen Outfits und den wechselnden Frisuren gerne auch Ukulele, Piano und Violine auf die Bühne. Den Sound einiger angestaubter Instrumente der Klassik erweitert er dabei gekonnt mit elektronischen Samples, die seine Musik mal ruhig mal etwas aufmüpfiger sämtliche Stilrichtungen zwischen Barock-Musik und Synthesizer mitreißend daherkommen lassen.

Während der Arbeit an seinem Debut Lycanthropy (2003) studierte der Junge der zum Wolf ward für zwölf Monate Komposition am renommierten Londoner Trinity College of Music ehe es Ihn als Gastviolinist mit Bands wie Chicks on Speed und The Hidden Cameras in die weite Welt trug. Sein zweites Album „Wind in the Wires“ (2005) bediente sich wiederum seiner irischen Wurzeln und wurde ebenfalls zu einem Erfolg unter Fans wie Kritikern gleichermaßen.

Mit „the Magic Position“ (2007) folgte ein weiteres erfolgreiches Album, dass sich dem Konzept Liebe in melancholischen Tönen näherte. Und wie es sich für einen echten exzentrischen Ausnahmekünstler gehört sollte ein turbulentes Liebesleben das keine Konventionen und vorallem kein klares Ufer kennt, der Katalysator für sein Weiteres Schaffen sein. Zwischen Depression, Melancholie und Aufschwung erschienen diverse EPs und Kollaborationen mit den unterschiedlichsten Größen wie etwa Alec Empire, Melissa Etheridge, Tilda Swinton und Yoko Ono. Ebenso politisch, wie gender-hinterfragend öffnet Wolf, der unter vorgehaltener Hand in früheren Tagen großer Blümchen-Fan war, jedes Türchen in der weiten Stadt der Musik.

Wie Patrick Wolf nun im Jahr 2016 klingt und ob der Mann, der im Sommer 2015 erst von einem Auto erfasst wurde, es schafft sich wieder einmal neu zu erfinden, davon wird man sich diesen April überzeugen können. „All of it, none of it“ lautet sein Motto und die Beschreibung seines Stils. Mit Sicherheit wird sich der musikalische Fallmschirmspringer aus London am 11. April im Ampere zeigen wie man ihn noch nie gesehen hat. Nur der Schafspelz bleibt definitiv im Schrank.

curt präsentiert: PATRICK WOLF >> Facebook // 11. April im Muffatwerk Ampere // Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20.30 Uhr // VVK: 23 Euro, AK: 28 Euro


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