21. Juli
Panivalkova @ Milla

Drei Frauen. Drei ukrainische Frauen. Drei ukrainische feministische Frauen.
Geht es noch aktueller?

Da ploppen die Hashtags:
#feminism: „Panivalkova ist Feminismus im guten Sinne. Ein Mädchen ist eine freie Person und darf anders sein. Deshalb erlauben wir uns alles, was wir wollen.“1614
#UA: Die Ukraine, wo man die Wiederauferstehung eines Toten (Arkadij Babtschenko) live miterleben kann.
#globalism: Panivalkova singen in fünf Sprachen. Deutsch fehlt allerdings.
#Heimat: Panivalkova tragen Kostüme, die an die Tracht ihrer ukrainischen Heimat erinnern. Nur exaltierter.
#Europa: Der Bekanntheitsgrad der Gruppe Panivalkova ist seit der Teilnahme beim Semifinale 2017 für den Grandprix d’Eurovision in Kiew quantensprungartig in die Höhe geschnellt.

Ira Luzina, Irina Kulshenko and Daria Pugachova, das Frauentrio Panivalkova, bezeichnen ihre Musikrichtung als „sinnlichen Minimalismus“. Von Minimalismus kann nicht die Rede sein. Maximalismus wäre treffender. Denn Panivalkova präsentieren sich in opulenten Kostümen und verwenden neben Klavier, Schlagzeug und Ukulele eine Vielzahl zum Teil unbekannter Instrumente wie Güiro, Kastagnetten, Vibraslep, Okarina, Flexaton und Zweckentfremdetes.

Ganz im Sinne von Heisenberg springen bei Panivalkova die kreativen Quanten und werden zu Wellen musikalischer und modischer Art. Zwei der drei jungen Frauen haben Architektur studiert, die Dritte ist Philologin. Im Studium haben sie sich 2013 kennengelernt. Damals fanden sie keinen Bandnamen, bis Irina Kulshenko eines Nachts von Freddie Mercury träumte, der den Namen Panivalkova vorschlug. „Pani“ steht für Damen und Valkov ist der Name eines Freundes des Trios.
Bei so viel guten Vibes aus dem Jenseits kann der Auftritt in München nur gelingen. Die Verbindung liegt auf der Hand: München als Freddies Lieblingsstadt und twin town der Panivalkova-Heimat Kiew. Es gibt eben keine Zufälle.


Panivalkova // 21. Juli // Milla // Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20.30 Uhr // VVK 12 Euro zzgl. Geb., AK 15 Euro
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