22./23. Mai
„Nichts – was im Leben wichtig ist“

Ist die menschliche Existenz wirklich so sinnlos oder ist der Schlüssel zum Leben die Gemeinschaft? Der preisgekrönte internationale Beststeller „Nichts – was im Leben wichtig ist“ von Janne Teller ist die Grundlage für das Theaterstück des Regisseurs Joachim Goller. In diesem Stück verkündet Pierre Anthon am ersten Tag nach den Sommerferien seine Erkenntnis: „Nichts bedeutet irgendwas, deshalb lohnt es sich nicht, irgendwas zu tun.“ Er verlässt mitten im Unterricht die Klasse 7 A, zieht sich auf einen hohen Ast im Pflaumenbaum zurück und traktiert seine Schulkameraden abwechselnd mit reifen Pflaumen und Einsichten in die völlige Sinnlosigkeit der menschlichen Existenz.

Die Klasse lässt sich das nicht bieten und beschließt, Pierre Anthon etwas entgegenzusetzen. Sie tragen persönliche Gegenstände zusammen, um so einen Berg aus Bedeutung aufzuhäufen. Diese eingeschworene Gemeinschaft widmet sich mit zunehmendem Fanatismus ihrer Mission. Als ihr monströser Plan, der immer drastischere Opfer verlangt, auffliegt, kommt es zu einem Medienrummel und einer landesweiten Diskussion um Sinn und Unsinn ihres Tuns. Nur Pierre Anthon bleibt von alldem unbeeindruckt – und die Klasse rächt sich an ihm! Die Hauptfigur in Janne Tellers Roman ist Agnes, die rückblickend die Ereignisse dieses Schuljahres schildert, das alle Beteiligten für immer verändern wird.

Eine erschütternde Parabel über das Erwachsenwerden, Erziehung und letztlich nicht weniger als den Sinn des Lebens.


„Nichts – was im Leben wichtig ist“ // 22. Mai, 20 Uhr // 23. Mai, 16 und 20 Uhr // Münchner Volkstheater/Kleine Bühne // Regie: Joachim Goller; Bühne/Kostüme: Pia Janker // Mit: Wolf Amann, Lukas Brandl, Otiti Engelhardt, Luis Helm, Sarah Kratzl, Anna Rautenberg, Leonard Rosemann, Linus Scherz, Lizzie Studeneer