3. Oktober
curt präsentiert: Neonschwarz

Das Hamburger Musikspektrum hat eine neue Klangfarbe: Neonschwarz. Mit Emo-Rave hat das zu Glück aber nix zu tun – eher mit Antifa-Gedankengut und dem Anspruch, soliden deutschen Rap mit Hirn und Haltung zu machen. Johnny Mauser, Marie Curry, DJ Spion Y und Captain Gips stehen voll auf und hinter ihrem selbstbetiteltem „Zeckenrap“, textliche Marschrichtung ist definitiv Links, mit souverän-kapitalem L. Die Nordlichter greifen in ihren Songs mit Vorliebe unangenehme Themen unserer Gesellschaft auf: Flüchtlinge, Rechtsextremismus, soziale Ungerechtigkeit. Aber auch Liebe, Erwachsenwerden und Freiheit werden in kluge Reime verpackt.

Wer also die Schnauze voll von stumpfen „Ich f…. deine Mutter“-Punchlines hat und gerne mal fünf Minuten über Inhalte nachdenkt, ist bei den Jung und Mädel von der Waterkant auf jeden Fall gut aufgehoben. Handfeste Beats von DJ Spion Y und die ausgefeilten Texte, garniert mit der besonderen Stimme von Marie Curry, die gleichermaßen geil rappen und singen kann, ergeben eine Mischung zum Wohlfühlen, Mitbouncen und Ausrasten.

2010 landeten sie mit „On a Journey“ ihren ersten Hit, 2014 folgte mit dem ersten Album „Fliegende Fische“. Neonschwarz sind beim Hamburger Kultlabel Audiolith und damit Kollegen von Feine Sahne Fischfilet, Egotronic, Frittenbude und Co. Im Mai 2016 hat das Quartett sein neues Album „Metropolis“ releast und knüpft damit qualitativ nahtlos an „Fliegende Fische“ an. Das Album-Release wird, so wie es sich gehört, mit einer ausgiebigen Tour gefeiert. Wer sich von den Live-Qualitäten der vier Hanseaten überzeugen will, sollte sich den 03.10. dick im Kalender anstreichen. Dann werden Neonschwarz nach allen Regeln der Kunst das Feierwerk in München zerlegen.

Kommt nackt und bringt Pfeffi mit.

Die Kartenverlosung ist rum – unsere Gewinner wurden per Mail informiert!


curt präsentiert: Neonschwarz >> Homepage // 3. Oktober // Feierwerk Kranhalle // Einlass: 20 Uhr, Beginn: 20.30 Uhr // VVK: 15 Euro, AK: 18 Euro

 


About Julia Fell

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Exilsaarländerin, in jungen Jahren nach England verpflanzt, über einen Zwischenstopp im beschaulichen Passau in München gelandet, um irgendwas mit Medien zu studieren. Will entweder für immer hier bleiben oder doch noch nach Amsterdam ziehen. Mag Reggae, Rap, spleenige Menschen, große Männer mit schönen Augenbrauen und großer Schnauze, Gruselstreifen, Stinkekäse, Biografien und flache Witze. Mag nicht, dass ihr ständig jemand eine Berufsunfähigkeitsversicherung andrehen will. Im 9-to-5-Leben Fotoredakteurin.