Gehört: NAP – Villa

Mit dieser Vertragsunterzeichnung hat sich das Label Noisolution einen wahren Rohdiamanten an Land gezogen.

Bislang ist noch wenig bekannt über die Band, die den kurzen Namen NAP trägt und im norddeutschen Oldenburg ihre Heimat hat. NAP spielen in der klassischen Besetzung eines Rocktrios und habe sich dem Retrosound der 60er- und 70er-Jahre verschrieben. Doom, Heavy, Noise, Psychedelic, Stoner, Surf, Kraut sind die Zutaten für ihren meist instrumentalen Sound, der auf dem Debüt „Villa“ ein sehr organisches, warmes Jamsession-Flair verbreitet. Die Stücke, die so knapp wie treffend mit „Donnerwetter“ oder „Ungeheuer“ betitelt sind, wurden im Banddomizil in Eigenregie aufgenommen und verströmen den Geist der DIY-Kultur aus jeder Pore. Hier wirkt nichts abgeklärt, konstruiert oder aus Kalkül heraus komponiert. Es geht um Leidenschaft, um Emotion und die Freude am gemeinsamen Spielen.

Welche Vorbilder und Idole die Drei haben, daraus machen sie keinen großen Hehl. Poster von Black Sabbath, Pink Floyd, Blue Cheer, Ufo, Iron Butterfly dürften an den Wänden des Proberaums in der Villa hängen. Aber es geht Daniel, Rufus und Hemme eher um den Spirit, den Klang und die Inspiration. Ihre Songs sind ungebändigt und besitzen einen wild-erotischen Charme, der so manch einen schon zweifeln ließ, ob es sich bei der Band wirklich um unbekannte Jungspunde handelt oder ob nicht vielleicht doch Routiniers am Werke sind.

Im letzten Jahr wurde die Platte schon als Eigenproduktion in einer Miniauflagen von 50 Stück vertrieben. Dass man nun lediglich ein neues Cover entworfen hat, zeigt den großen Glauben von Noisolution an die Stärke der Songs. Und ich bin mir sicher, dass NAP für viel Aufsehen in der Psychedelic-Szene sorgen können.


NAP – „Villa“ // Noisolution/Soulfood // VÖ: 03.03.2017 // > Bandcamp > Facebook