5. März
Mura Masa @ Tonhalle

Erst eher elektro-poppig, irgendwo zwischen Disclosure und Major Lazer, jetzt eher ein rougher Mix aus The Streets und Sleigh Bells.

Der junge Mann mit dem köstlich klingenden Namen Alex Crossan, besser bekannt als Mura Masa, ist ein echter Wunderknabe. Mit gerade mal 23 Jahren hat er ein, bald zwei Alben und mehrere EPs am Start, tourt erfolgreich um die Welt und reiht sich einen Künstler nach dem anderen in seine Liste an Feature-Artists.

Alex steht an den Reglern, legt auf, mischt, produziert. In noch jüngeren Jahren versuchte er sich in seiner britischen Heimat am Gesang, mal Deathcore, mal Punk, mal Gospel. 
Gelandet ist er dann im elektronischen Bereich und hinterm Pult. Singen und rappen lässt er mittlerweile andere, wie Nao, Charli XCX, Jamie Lidell oder den großen Damon Albarn. Gemeinsam mit A$AP Rocky landete er mit Love$ick eine gigantische Hymne, die kein Diplo oder BloodPop fetter hätte raushauen können.

Während das selbstbetitelte 2017er Album zum groovigen Tanz einlädt und sommerliche Festivallaune unters Volk bringt, ist das neue Werk beim ersten Reinhören etwas schwerer zu verdauen. Die Sounds verzerrt, die Texte harsch und die Melodien weit entfernt von Ohrwürmern.
 Ein bisschen Bloc Party hört man da bei I Don’t Think I Can Do This Again raus, etwas Enter Shikari auch. Die Beats waren mal von Reggaeton und Dancehall geprägt. 
R.Y.C, kurz für Raw Youth Collage und Titel der Mitte Januar erscheinenden neuen Platte, setzt mehr auf Drum’n‘Bass und 4-to-the-floor Nummern.

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https://www.youtube.com/watch?v=F0uvt97Xn20

 

Wie Alex das Ganze live umsetzt, bleibt abzuwarten. Im Festivalsommer vor etwa 2 Jahren setzte er auf eine Sängerin, die alle Songs live sang und mit performte. Ob er auf der bevorstehenden Tour wieder als reines Duo antritt, mal sehen. Schwer vorstellbar bei einer so diversen Stilpalette.

Von Februar bis Mai dürfen sich Fans auf ausgewählte Konzerte in Europa, Kanada und den USA freuen. 
Tickets sichern und dabei sein, weil egal ob alte oder neue Songs, tanzen lässt es sich auf jeden Fall.


Mura Masa > Homepage // 05.03.20 // Tonhalle // Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr // Tickets ab 30 Euro zzgl. Gebühren an allen bekannten VVK-Stellen

Foto: Darcy Haylor