13. November
curt präsentiert: Mt. Joy

Das Debütalbum trägt den Namen der Band oder des Künstlers? Ein alter Hut. Aber verständlich, denn im Grunde steckt dahinter folgende Aussage: Das sind wir. So klingen wir. Unser Name ist im wahrsten Sinne des Wortes Programm. Manchmal reicht das aber nicht. So auch im Fall der Jungs von Mt. Joy., benannt nach dem Berg im Valley Forge National Park, in dem Gitarrist Sam Cooper aufwuchs. Und so findet man auf dem gleichnamigen Album auch noch einen Song desselben Titels. Wenn schon, denn schon!

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https://www.youtube.com/watch?v=etrjS8dYeFc

Wenn man so will, ist die Folk-Band eines dieser Internet-Phänomene. Sie stellten zu Beginn ihrer Bandkarriere drei Songs ins Netz und ihr bisher wohl größter Hit „Astrovan“ fand quasi von alleine den Weg zu Spotify und somit in das Gehör der Menschen. Ein eingängiger Song mit einem ungewöhnlichen Text: Jesus ist mit einem Astronauten im titelgebenden Astrovan unterwegs. Ein Song zum Mitsingen und gleichzeitig einer, dessen Text man sich gerne zu Gemüte führt. Denn wann hört man schon einmal davon, dass der Messias auf dem Gelände des Kennedy Space Centers herumkurvt?

Mt. Joy mit anderen Folk-Bands wie The Lumineers zu vergleichen, mag naheliegen, zumindest ist man beim ersten Hören des Albums der Überzeugung, dass sich die Stimmen der Sänger sehr ähneln. Doch dann kommen Songs wie „Sheep“ – und plötzlich swingt es zwischen all dem Folk sehr jazzig und Matt Quinns Stimme bekommt einen ganz anderen, eigenen Klang. Tiefsinnige Texte über Träume und Sehnsüchte mit eingängigen Melodien sind eindeutig die Spezialität des Quintetts, wie es sich für eine Folk-Band gehört. Und doch schaffen sie es immer wieder, ihren ganz eigenen Stil zu finden, was spätestens bei „Younger Days“ klar wird.

Mt. Joy mögen ihren Namen und den dahintersteckenden Berg, so viel steht fest. Aber trotzdem ziert er nicht das Artwork des Albums. Dort sieht man auf den ersten Blick nur viel buntes Chaos. Auf den zweiten einen Haufen Monster und Dämonen. Und das passt zur Vielschichtigkeit der Songs, die auch mit düsteren Elementen und dem gelegentlichen Blut, in dem sich ein paar Schafe wälzen, nicht sparen.

Folk-Rock passt perfekt in den Herbst. Wie gut, dass Mt. Joy am 13. November in München sind und so den Soundtrack für einen vielleicht an mancher Stelle melancholischen, vor allem wunderbar verträumten Abend liefern werden. Als Support mit dabei haben sie den Niederländer Emil Landman, der in Sachen Folk ebenfalls mitreden/-singen kann.

Unsere Verlosung ist beendet, die Gewinner wurden informiert.


curt präsentiert: Mt. Joy // Support: Emil Landman > Homepage // 13. November // Beginn: 20.30 Uhr // Feierwerk, Orangehouse // VVK 15 Euro zzgl. Gebühren
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