Gehört: Moto Toscana

Moto Toscana sind so frisch und neu, dass die Recherche bislang nur ein paar wenige Infos über das Trio ans Tageslicht bringt: drei Herren, von denen einer singt und die beiden anderen Bass und Schlagzeug bedienen.

Als Herkunft gibt man die Städte Heiligenhafen, Hildesheim und Ludwigsburg an. Richtig gelesen: keine Gitarren, Moto Toscana sind six-String-freier Bereich. Der Mann eurer Träume wird ein Bassmann sein! Und so kommt es Bassisten Michi Witt zupass, die tragende Rolle im Sound von Moto Toscana zu übernehmen. Ein wenig erinnert das Spiel von Witt an die Basslinien von Rage-Against-The-Machine-Basser Tim Commerford. Da bei Moto Toscana aber das Tom-Morello-Pendant fehlt, muss der Mann an den vier Saiten noch ein paar Ideen und Gimmicks mehr aus seinem Instrument rausholen. Und, das darf ich an dieser Stelle verraten, tut er durchaus.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?time_continue=252&v=JXpMStAQk8w

Den zweiten Teil der Groove Machine besetzt Chrisch Linke mit seinem akzentuierten, schnörkellosen und sehr direkten Drumming. Die Melodieführung übernimmt schließlich Sänger Andy Versus, der etwas von Mike Patton oder Billy Corgan zu seinen guten Zeiten in seinen Stimmbändern hat. Doom, Stoner, Prog und Funk. An diesen Zutaten bedienen sich Moto Toscana und servieren ein heftig waberndes Gebräu mit Namen Doomdisco Sludgefunk. Zu erwähnen bleibt noch, dass die Platte absolut nachbearbeitungsfrei aufgenommen wurde. Alles, was zu hören ist, sind ungeschnittene erste Takes. Echte Groove-Maschinen brauchen eben keine Lollis!


Moto Toscana // Tonzone Records / H‘Art // VÖ: 31.08.2018 // > Facebook