16. Februar
curt präsentiert: Moop Mama

Sie sind wieder da! Besser noch: Sie waren zum Glück nie weg.

Auch wenn Moop Mama im vergangenen Jahr für ihr viertes Album „ICH“ nicht nur Lob eingefahren haben, finden sich mit „Wildnis“ und vor allem der ersten Auskopplung „Molotow“ durchaus zwei Highlights auf dem aktuellen Werk.

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https://www.youtube.com/watch?time_continue=2&v=-51e6mHBwI4

 

Zu den größten Stärken der Männer rund um Sänger Keno Langbein zählen aber zweifelsohne ihre Qualitäten als Live-Band. In diesem Jahr geben sich Moop Mama gleich zwei Mal die Ehre in ihrer Heimatstadt: Das erste Mal könnt ihr sie im Rahmen ihrer ICH-Tour im Februar erleben, das zweite Konzert findet im Juli statt und markiert gleichzeitig das 10-jährige Jubiläum der Band.

In zehn Jahren haben Keno und Co. so manches auf die Beine gestellt und die deutschsprachige Musiklandschaft in jedem Fall bereichert. Ihre Lieder und Videos strotzen vor Kreativität und live verbreitet die Urban Brass Band stets überschwängliche Lebensfreude und gut gelaunte Leichtigkeit.

Die Erfindung des Rades

Ein Highlight war sicherlich die Fahrrad-Tour durch Deutschland 2016. Auf einem Streifzug per Fahrrad gaben sie in Städten quer durch die Republik spontane Konzerte und begeisterten ihr Publikum. Ein Name wie „Könige der Guerilla-Konzerte“ will schließlich verdient sein und nach eigenen Angaben möchte keiner der Jungs auf diese spontanen Auftritte je verzichten. Überhaupt scheint es, als wollten sie auch immer ein wenig sich selbst und nicht nur ihr Publikum überraschen.

Halt, Polizei!

Legendär auch ihr Gig auf dem Puls-Festival 2018, wo sie als Überraschungsgast auftraten und ihre Single „Molotow“ zum ersten Mal live zu Gehör brachten. Höhepunkt dieses Auftritts: ein „Polizeieinsatz“, bei dem unter anderem die Jungs von der Antilopen Gang, Roger Reckless, Bavarian Squad, Fridl Achten (Startrampe) und einige andere in Polizistenkluft die Bühne stürmten und die Band verstummen ließen. Erst war mal eine Art Schockstarre im Publikum zu beobachten, niemand wusste, ob das jetzt nicht doch echt ist. Doch am Ende verlief alles friedlich und allerliebst – es wurde gar auf der Bühne geknutscht! Was für ein Zeichen, war es doch ein bewegtes Jahr mit vielen unliebsamen Begegnungen zwischen Polizei und Bürgern. Man denke an die Straßenschlachten, die sich Polizei und Demonstranten beispielsweise in Hamburg lieferten, großen Unmut und Demonstrationen rief aber auch die Einführung des PAG in Bayern hervor.

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https://www.youtube.com/watch?v=dZrD01SC850

 

Liebe für alle

Die klare Botschaft von Moop Mama in diesen turbulenten Zeiten: Die Band hat Liebe für alle. Und: Polizisten sind auch nur Menschen. Mit diesem Auftritt wie auch mit vielen ihrer Lieder setzen die Münchner ein klares Symbol für Toleranz, Humor und mehr Miteinander statt das momentan so aktuelle Jeder-gegen-Jeden-Hatertum.

Im Grunde jedoch kann man alles machen zur Musik von Moop Mama: sich lieben und küssen, tanzen, feiern, ausflippen … Manche Songs stimmen nachdenklich, schaffen Aufmerksamkeit für soziale und politische Missstände, manche lassen einen herrlich melancholisch zurück.

Ein Text handelt von Langeweile und der verschlagenen Verschlafenheit der Möchtegern-Weltstadt mit Herz, ein anderer von Drahteseln und wieder ein anderer unter anderem von Gesprächen, die man unter Einfluss von Bier führt, viele sind poetisch-schön und die Liebe … Die Liebe bringt am Ende alles zusammen und taucht selbst unliebsame Szenen in wohlwollend rosafarbenes Licht.

In jedem Fall ist immer was geboten, wenn Moop Mama auftauchen und die Jungs in Rot den Zuhörern ihren Sound leibhaftig um die Ohren hauen.

Also schnappt euch das Fahrrad, die Bahn oder lauft einfach los und kommet zuhauf, wenn die zehn Münchner hier endlich wieder was losmachen – in der Stadt, die immer schläft …

Die Gewinner unserer Kartenverlosung wurden informiert!


curt präsentiert: Moop Mama > Homepage // Support: Roger Rekless // 16. Februar 2019 // Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr // TonHalle // Das Konzert ist AUSVERKAUFT

Foto: Felix Baab


About Petra Kirzenberger

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Seit 2010 als Redakteurin und Lithografin bei curt. Schwerpunkte Kabarett und Theater, Fotokunst, Yoga, München – und alles was rot-weiß-rot ist.