31. Januar
MONZA Record-Release

Monolith aus Minga. Was willste machen? Es geht bergab! Unaufhörlich befinden wir uns im tiefen Fall, an dessen Ende der große Bauchplatscher steht, der die Wände einmal mit Himbeer-Marmelda überzieht. Höchste Zeit also sich vom Smartphone zu lösen, den Fake News Adieu zu sagen und vorbei an Cat-Content und Trump den Himmelflug zu wagen. Ganz oben im großen schwarzen Nichts angekommen, brummt er auch schon, der Noise-Frachter namens Monza.

Monströs aufragende Türme, ein solides Fundament ausgestattet mit bester Schubtechnik und mitten drin drei Piloten auf dem Weg. Weg vom Irrsinn, hinein in den Krach und straight auf Platte. Mit “Der Tag an dem Berge aus dem Himmel wuchsen” folgt nun endlich das langersehnte Label-Debüt beim Qualitäts-Zirkel Noisolution (VÖ 15. Februar 2019). Ein Fest, das trotz aller globaler Widrigkeiten gefeiert werden will. Seinen Segen erhält das Werk schon vorab am 31. Januar, wenn es in der Glockenbachwerkstatt zum ersten Mal vom Stapel läuft.

Mittlerweile darf man sie schon kennen, die drei Astronauten aus dem Nirgendwo, die seit 2013 erst Mikrokosmen wie das Sunny Red verschlungen haben, seit nunmehr fünf Jahren als einer der schillerndsten Sterne im großen Schwarzen Loch stehen. Gewagt und mittlerweile auch gekonnt wuchten Monza ihre Space-Rock-Oden eher untypisch für das Genre auf Deutsch in alle vier Himmelsrichtungen und machen sich ab respektableren Spieldauern von über fünf Minuten erst so richtig schön breit. Hier und da ragt sogar eine kleine Theremin-Antenne aus dem Effekt-Wust und lädt ein, in ferne Galaxien, Sternenstaub-Mahlwerke und ein zu einer Reise von Zardoz bis Blade Runner. Das viele Spielen, das immer beherztere und dringlichere In-die-Saiten-Greifen haben sich ausgezahlt, denn Monza sind stärker denn je. Apokalpytisch, prophetisch und einen Hauch träumerisch gehen die Songs von Felix, Thorsten und Hannes ins Ohr, schmelzen Hirnmasse ein und setzen am Ende die Stückchen feinsäuberlich wieder zusammen.

Ein mächtiges Pfund gegen den Betroffenheits-Deutschpop. Noiserock voller Kraft, Wut und Auflehnung, tönt die Presse-Meldung und jeder der den Urknall Monza sich bereits durchs Weltall hat fressen sehen, weiß, dass es noch so viel mehr zu sagen gäbe. Am 31. Januar wird jedoch erstmal literweise Skywalker’sche Blue Milk gesipt, Space-Man Gustl gepriesen und das neue Werk des Trios gefeiert: “Der Tag an dem Berge aus dem Himmel wuchsen” titelt das neue 7-Songs umfassende Label-Debüt und es mag fast ein Frevel sein, dass dies “nur” in der Glockenbachwerkstatt passiert. Doch das ist vielleicht auch erst der Anfang …

Im Vorprogramm schicken an diesem Abend – ebenfalls aus München – sur l’eau eine Backpfeife voll Emoviolence durch den Äther.


Live: MONZA > Hompage // Support: sur l’eau > Homepage // 31. Januar 2019 // Glockenbachwerkstatt // Beginn 20:30 Uhr // AK 8 EUR

Monza – Der Tag an dem Berge aus dem Himmel wuschen // Noisolution // VÖ 15. Februar 2019 // Limitierte Erstauflage, Vinyl only, inkl. Poster