Gehört: Mono – Requiem for hell

Mal laut, dann leise. Die Japaner von Mono starten einen neuerlichen heftigen Angriff auf das Sinnesorgan mit dem Töne, Klänge oder Geräusche aufgenommen werden. Postrock heißt laute Gitarrenwände, stoisches Schlagzeug, hier und da ein paar elbenhafte Melodien und überhaupt rein garnicht und sowas von kein Platz für Gesang. So auch auf dem mittlerweile neunten Album der Japanischen Postrocker um den Gitarrist Takaakira Goto. Auf Requiem For Hell weichen sie kaum von ihrem gewohnten Stil ab und arbeiten mit Laut-Leise-Dynamiken, indem sie sich langsam aufbauende Gitarrenfiguren in verzerrte Passagen überführen, aber auch immer wieder Platz für Instrumente wie Cello, Glockenspiel oder Klavier lassen. Das kann man jetzt ordinär oder konsequent finden. Der Teufel liegt wie immer im Detail. Wie viel Neues verträgt eine lange Beziehung? Willst du in deiner Stammkneipe plötzlich 0,25 Craft Beer für 4,80 Eure serviert bekommen? Nein! Mantraartrig tragen sich die Motive beharrlich durch die fünf Songs, die unter der Regie von Steve Albini in den Electrical Audio Studios in Chicago aufgenommen worden sind. Der Sound der Japaner wirkt auf dem neuen Album noch ein Stück weiter aufgeräumt. Konsequent machen sie den Schritt weg vom orchestralen Bombast, die Streicher werden nur sporadisch eingesetzt. Kleine Nadelstiche in einer eher sparsam agierenden Klangwelt. Unaufgeregt zieht das Album seine Bahnen, niemand wird durch irgendwelche ausufernde Ereignisse aus dem Flow gerissen.

Am 29.10. macht die gemeinsame Tour der beiden Wall of Sound Bands Alcest (Frankreich) und Mono (Japan) Halt im Strom Club. Ein Abend mit zwei Mal Noise-Rock in epischem Cinemascope-Format. > curt präseentiert das Konzert und verlost Freikarten

Mono – Requiem for Hell // Pelagic Records / Cargo // VÖ: 14. Oktober // Mono > Homepage