31. März
curt präsentiert: Moderat

Sie sind das Traumpaar der deutschen Musikszene: Moderat. Seit 12 Jahren hält das Projekt von Modeselektor und Apparat jetzt schon an und das Erfolgsrezept ist, dass sie gegensätzlicher kaum sein könnten. Auf der einen Seite ist da das DJ-und Produzentenduo Gernot Bronsert und Sebastian Szary, die eine Festivalmeute nach der anderen mit ihren feierwütigen Beats zum Zappeln bringen. Auf der anderen Seite Klang-Genie Sascha Ring. Seine gefühlvollen und bisweilen tieftraurigen Vocals und ausgetüftelten Soundkreationen gepaart mit dem brachialen Bass von Modeselektor grenzen schon irgendwie an so etwas wie musikalische Perfektion. Kein Wunder, denn die drei Berliner können auf 25 Jahre Erfahrung in der Sub-und Clubkultur zurückblicken und verfügen über ein enormes Soundrepertoire, das Moderat so einzigartig macht. Ihre Musik begeistert Raver mit ausgeschnittenen Tanktops ebenso sehr wie Musiknerds, Dubstepper und Clubgänger.

Dass das alles nicht zu hoch gegriffen ist, beweist der Erfolg: nachdem die drei in der Berliner Rave-Szene zueinander fanden und schon 2002 einmal die Fühler nacheinander ausgestreckt hatten, veröffentlichten sie 2009 ihr erstes Album „I“, das genauso wie „II“ mit den ganz neuen und aufregenden Sounds frischen Wind in die Clubszene gebracht und den Jungs spätestens seit ihrer Single „Bad Kingdom“ europaweit enorme Aufmerksamkeit beschert hat (sogar Techno-Urgestein DJ Koze setzte sich gleich in sein Studio, um einen Remix zu produzieren).

Seitdem säumen ausverkaufte Konzerthallen den Weg des Trios und als ob das alles noch nicht toll genug wäre, ist jetzt das dritte Album auf dem Weg: „III“ erscheint am 1. April, es soll berauschend sein, erwachsener, (noch) emotionaler. Modeselektor wird darin ein „neues Level“ erklimmen und Apparat wagt einen noch größeren Seelenstriptease als sonst. Klingt jetzt schon gut!

Um uns die Wartezeit geringfügig zu verkürzen, kommt Moderat auf seiner Welttournee am  31. März nach München in den Zenith, als exklusives Prelistening sozusagen. Und das sollte man nicht verpassen: wenn die Armhaare vom Bass vibrieren, Sascha Ring die Atmosphäre mit seiner stimmlichen Melancholie wunderschön schwarz einfärbt und dann auch noch die Jungs von der Pfadpfinderei mit ihren extra angefertigten Visuals auf der Riesenleinwand für Reizüberflutung sorgen, merkt man, dass Moderat eine verflixt gute Idee war.