curt war da: Metallica

Als einer der bahnbrechenden Heavy-Metal-Acts der 80er und 90er Jahre, die im Mainstream-Rock ‘n’ Roll eine neue Ära der Geschwindigkeit, der Power und der Komplexität eingeläutet haben, sind Metallica Teil einer fast ausgestorbenen Rasse. Nicht desto trotz lockten sie am 26. April 15.200 Zuschauer in die ausverkaufte Olympiahalle in München. Eine vielfältige Menge mit einem breiten Altersspektrum, die die Band anbetungswürdig begrüßten und feierten.

Metallica_Claudia Steinle

Ihre Loyalität wurde mit einer massiven Show belohnt, die zu gleichen Teilen mit Greatest-Hits-Songs und Auszügen aus dem neuen Studioalbum „Hardwired … to Selfdestruct“ gefüllt war. Allerdings übertrifft das Ausmaß dieses Events alles, wozu die Band in der Anfangsphase ihrer Karriere fähig war. Ein Metallica-Konzert ist eine donnernde, viszerale Erfahrung; es ist wie eine Kampfszene zwischen zwei barbarischen Armeen, unterbrochen von einem Bienenschwarm und einer Monster-Truck-Rallye. Eine ausverkaufte Olympiahalle in München war noch nie so laut.

Metallica_Claudia Steinle

Umrahmt von einer grölenden Fangemeinde rangelten sich Leadsänger und Frontman James Hetfield, Gitarrist Kirk Hammett und Bassist Robert Trujillo auf der mittig ausgerichteten Bühne von einem Mikro zum Nächsten. Selbst Lars Ulrich, der mit seinem Schlagzeug mittig platziert wurde, drehte sich im Laufe des Abends um die eigene Achse. Leuchtende Würfel zeigen ab und an passende Videosequenzen zu den jeweiligen Songs und bilden immer wieder neue Formationen.

Metallica_Claudia Steinle

Zum ersten Mal seit 2009 gaben Sie das Cover „Killing Joke“ von The Wait zum Besten, eine absolute Tourpremiere. Selbst nach 37 Jahren auf weltweiten Bühnen zeigen sie den
nachfolgenden Generationen auf ihrer World Wide Tour wo der Hammer hängt. Ein klein wenig romantisch wurde es bei einer der jüngsten Songs „Moth Into Flame“ als kleine Glühbirnen aufleuchteten, die einem Meer von Glühwürmchen glichen. Jedes Lied schlug ein wie ein ausknockender Faustschlag in einem Boxkampf. Spätestens als Bassist Rob Trujillo vor das Mikrofon trat und „Skandal im Sperrbezirk“ trällerte, hatten sie die Zuschauermenge für sich gewonnen. Ein spektakulärer Abend endete mit einem krönenden Abschluss für alle Fans, als die Metal-Gods „Nothing Else Matters“ und „Enter Sandmann“ anspielten und sich hiermit wieder verabschiedeten.

Bericht: Claudia Steinle > Homepage > Facebook


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*