14./15. Februar
Max Herre @ Alte Kongresshalle

Comeback mit Familie. In der eigenen Biografie das Universelle finden, genau das hat Max Herre sieben Jahre nach seiner letzten Veröffentlichung getan und mit “Athen” nicht nur sein viertes Soloalbum herausgebracht. “Athen”, das ist für Herre nicht nur ein Sehnsuchtsort, sondern auch Dreh- und Angelpunkt seiner Familie, das Album also ein Stück weit auch Familiensaga. Dabei nimmt Max Herre den Hörer mit auf eine psychedelische Achterbahnfahrt durch seine Vergangenheit und Gegenwart. Hier begegnet der Hörer ihm nicht nur als Menschen, sondern auch sich selbst.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
https://www.youtube.com/watch?v=TywvnNGQDSU

 

Max Herre ist soetwas wie der warmherzige Gentleman des deutschen Rap. Ein kometenhafter Aufstieg sowohl allein, als auch mit Partnerin Joy Denalane steht sinnbildlich für seine Karriere. Zuletzt verband Herre auf “Hallo Welt” sein eigenes Erbe mit den Zeichen der Zeit. Gold war die Folge und wurde durch ein sogar noch erfolgreicheres Unplugged-Album getoppt. Zwischenzeitich machte sich Herre aber auch auf die Suche nach neuen Sounds. Überraschend und neu sollten sie klingen, Begeisterung sollten sie auslösen. Am Ende kam er bei seiner eigenen Gechichte an und taufte das Ergebnis schlicht “Athen”. Dieses neue Album handelt vom Scheitern und dem Wiederanfangen, ist dabei jedoch auch Sehnsuchtsort. Herres Vater selbst, Frank Herre, zog es als Architekt in den 80er-Jahren hierhin.

Der junge Max kennt sich aus in diesem zunächst fremden Land, erkundet die Inseln, wird auf den Flohmärkten von Monastiraki fündig und findet schließlich auch zur Liebe mit einer Deutsch-Griechin. Um sie geht es auch im Titeltrack des neuen Albums. Auf “17. September” spricht Herre ebenfalls über diese Zeit und seinen Vater. Er sucht und erinnert sich, dabei kommt er jedoch nie wirklich an, denn alles bleibt Zwischenhalt. Und obwohl “Athen” in gewisserweise die Biographie von Max Herre ist, fühlt sich der Hörer zuhause. Er hört von Episoden, die er so in ähnlicher Form selbst erlebt hat oder zumindest an Gefühle, die jeder von uns kennt. Universelle Gefühle. Die Reise bleibt dabei stets Konzept des Albums und doch geht es auch um Selbstreflexion, die große Liebe, Lügen, sowie um Familie und Kultur. Max Herre und seinen Kahedi-Mitstreitern Simon Kawamura und Roberto Di Gioia gelingt es auch Jahrzehnte und Genre zu verschmelzen.

Atmosphärisch dicht, melancholisch, minimalistisch, reflektiert, autobiographisch. “Athen” ist vieles, vorall allem aber ein erwachsenes gereiftes Gesamtkunstwerk. Es zeigt, dass Grown Man Rap packend und modern vorgetragen werden kann. Dabei schwelgt Max Herre nicht nur in der Vergangenheit, sondern bezieht mit Tracks wie “Dunkle Kapitel” eine entschlossen vorgetragene Stellung gegen die neuen Rechten und koppelt dies mit persönlichen Erfahrungen aus dem eigenen Leben und dem seiner Familie. “Athen” basiert auf Erinnerungen und klingt dennoch frisch. Und das ist vielleicht sein größter Verdienst.

Nach ausverkauften Shows mit Freundeskreis 2017 und 2018 kehrt Max Herre auf die Bühne zurück und hat neben “Athen” insgesamt acht Musiker mit auf die Bühne gebracht. Die ursprünglich in München angedachten Konzerte am 23. und 24.03.2020 wurden auf den 14. und 15. Februar 2021 verlegt.

Die Tickets behalten wie folgt Ihre Gültigkeit:
Stehplatz Tickets beider verlegter Shows sind nur/einzig für den 15.02.21 gültig.
Sitzplatz Tickets für das Konzert am 23.03.2020 sind für den 14.02.21 gültig
Sitzplatz Tickets vom 24.03.20 hingegen für den 15.02.21.


Live: Max Herre > Homepage // 14. + 15 Februar 2021 // Alte Kongresshalle // Beginn 20 Uhr // VVK 40 bis 53 EUR zzgl. Gebühren