Gehört: Love Machine – Times To Come

L.O.V.E. all I need‘s my Love Machine! Es ist immer wieder faszinierend, welche Anziehungskraft der Summer of Love auch nach über 50 Jahren immer noch auf junge Musiker ausübt. Noel Lardon, Thibaut Sanli, Hendrik Siems, Marcel Rösche und Felix Wursthorn lieben den Klang der 60er-Jahre und besonders die Blumen im Haar tragenden Bands von der Westküste Amerikas. Idealerweise kommen sie selber aus Düsseldorf und Köln und damit aus einer Szene, in der das Mischen der unterschiedlichsten Stile und des Experimentieren mit Klängen zum guten Ton gehört.

Auf Times To Come, dem dritten Album des Quintetts, treffen psychedelische Klänge auf Jazz, Blues, afrikanische und lateinamerikanische Rhythmen und natürlich eine gehörige Portion an Krautrock. Das sich ein derartiger Stilmix am besten fein gebröselt und konisch gerollt genießen lässt, braucht hier bestimmt nicht näher durchleuchtet zu werden. Im engen Korsett eines Tonträgers kommt die Love Machine auf Touren, läuft aber nicht zur absoluten Höchstform auf. Dazu wird es unbedingt die Live-Situation brauchen, wenn sich die Energie von der Bühne mit den Vibes der Zuhörer mischt und alles in ein psychedelisches Bunt zu fließen beginnt. Sometimes I wonder what I’m a gonna do, but there ain’t no cure for the summertime blues.


Love Machine – Times To Come // Unique Records / Rough Trade // VÖ: jetzt erhältlich // > Homepage