Gehört: Lingua Nada – Djinn

Die vier fleißigen drei von Lingua Nada hauen wieder mächtig auf den Putz und servieren auf ihrer neuen Platte Djinn allerfeinstes Leipziger Allerlei. Auf dem Weg von Snuff zu Djinn sind der Band leider zwei Kollegen abhandengekommen. Gitarrist Michael Geyer und Drummer Valek Tomow haben ohne viel Federlesen die Band verlassen. Ersatz fanden Sänger Adam Lenox jr. und Bassist Arvid Sobek in Felix Kothe (Schlagzeug). Von nun an geht es als Trio weiter. Weiter geht auch die Reise durch die Vielfalt der Musik. Mit Mut und Optimismus in die ungewisse Zukunft, neue Dinge anpacken, deren Erfolg nicht absehbar ist. Aber in jeder Transformation steckt eine Chance. Und Wendungen nehmen die Songs auf Djinn wie ein Kartenspiel, welches mit dem Dämon im Bunde ist.

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https://www.youtube.com/watch?v=FhTv6wUg13A&feature=youtu.be

 

In ihrem Review zu Snuff beschrieben die Kollegen von betreutesproggen.de den Sound als skurriles Prog-Hardcore-Emo-Math-Shoegaze-Punk-Surf-Noise-Rock-Wirr-Warr, mit unverschämt viel Pop Appeal. Und ja, sie haben Recht. Die Sperrigkeit wurde bei den neuen Stücken etwas zurückgefahren und so entsteht Raum für den Groove und den Flow der Beats. Der in Paris geborene Sohn einer marokkanischen Einwanderin und eines amerikanischen Musikers, Songschreiber Lenox jr., erforscht auf Djinn seine nordafrikanischen Wurzeln und addiert diese Komponente in wilden Samples zu dem oben erwähnten Gebräu hinzu.

Schade, dass die Buben auch auf ihrer aktuellen Tour schon wieder einen Bogen um München machen. Tradition will gepflegt werden. Egal, dann dreht Djinn halt noch ne Runde im CD-Player.


Lingua Nada – Djinn > Homepage // Mechanik / Kapitän Platte / Cargo Records // VÖ: 27.09.2019