2. Mai
LAKEDAIMON @ Heppel & Ettlich

Sagen wir mal so: Wir sind überaus gespannt auf den 2. Mai. Nicht auf skeptische oder gar misstrauische Art und Weise – eher gespannt-aufgeregt. Auslöser dieser verqueren Gefühlslage ist ein gewisser Münchner namens Joe Dobroschke, den man als Frontmann der seit über zehn Jahren bestehenden Formation Dobré kennt. Wie so viele Vollblut-Musiker fühlte sich Joe irgendwann nicht mehr nur zur Produktion von Indie/Folk-Songs getrieben – irgendwie wollte da auch noch anders klingender Sound in die Welt hinaus. Joe war mutig genug, diese Klänge nicht in die Schublade “Sonstiger Unfug” zu stecken, sondern daraus ein Nebenprojekt zu machen. Er nannte es LAKEDAIMON. Und wie das nun klingt, hat er uns selbst erzählt.

LAKEDAIMON: Wie spricht man das nun aus und was hat es damit auf sich?
Unsere EP, die am 3. Mai rauskommt, wird  ⁄/ shine bright heißen, da ist ein Hinweis auf die Aussprache drin versteckt. Der Name kommt aus der griechischen Mythologie, deshalb schreiben wir ihn auch ganz griechisch in Großbuchstaben: LAKEDAIMON. Für uns ist LAKEDAIMON einfach ein Land, ein mythisches Reich der Musik in und um uns, das wir zusammen erforschen.

LAKEDAIMON ist entstanden, als du gemerkt hast, dass da nicht nur Indie à la Dobré in dir steckt, sondern auch ein Hang zu elektronischer Musik. Beschreibe die Unterschiede im Songwriting.
Die Songs, die es eher zu LAKEDAIMON als zu Dobré zieht, sind grundsätzlich etwas düsterer und leben vor allem mehr von der Atmosphäre. Sie laden mehr dazu ein, in sie einzutauchen, während Dobré-Songs viel direkter sind. Daraus ergeben sich die Unterschiede in der Instrumentierung. Mit elektronischen Elementen lässt sich einfach gut eine konstruierte, moderne Traumwelt erzeugen.

Walking On Porcelain ist ein sehr eingängiger, traurig-schöner Song. Im zugehörigen Musikvideo irrst du ziellos im Münchner Hauptbahnhofsviertel umher. Bist du jemand, der mit Musik Erlebtes verarbeitet oder woher ziehst du deine Inspiration?
Ich spiele in dem Video eigentlich mehr die Rolle desjenigen, um den es im Song geht, als mich selbst. Ich verirr mich zwar auch mal im Hauptbahnhofviertel, aber sonst haben ich und mein lyrisches Ich in dem Song nichts gemeinsam. Ich mag es, mir in der Musik Geschichten auszudenken, die Inspirationen kommen oft von etwas, was ich gehört, gesehen oder gelesen habe. Natürlich gibt es auch persönliche Songs, aber nicht ausschließlich.

Auf der Bühne bist du nach zehn Jahren als Frontmann von Dobré ja quasi ein alter Hase. Wie steht’s um die Aufregung zum Nebenprojekt? Fängt da alles noch mal von vorne an?
In gewisser Weise ist das tatsächlich ein Neuanfang und wir lernen bei LAKEDAIMON auch viel dazu. Man ist vielleicht vor den Auftritten nicht mehr so aufgeregt, aber mit LAKEDAIMON zu spielen, ist wahnsinnig intensiv und spannend, weil wir ganz andere Gefühle rüberbringen als bei Dobré.

Am 2. Mai feiert ihr euren Release im Heppel & Ettlich. Wir haben ja definitiv unsere Gründe, daran teilzunehmen. Aber wie sähen einladende Worte deinerseits aus?
Kommt unbedingt vorbei, wir haben uns noch nie so lange und intensiv auf ein Konzert vorbereitet und würden dieses besondere Erlebnis gerne mit so vielen Leuten wie möglich teilen. Außerdem spielt Quirinello als Support, eine der besten jungen Bands in München zurzeit!

Wer sich von dieser Einladung nun angefixt fühlt oder genauso freudig gespannt ist wie wir auf LAKEDAIMON, der sollte sich das ein oder andere Ticket in den Warenkorb packen. Wir shinen schon ziemlich bright, was den 2. Mai betrifft.


LAKEDAIMON > Homepage // Support: Quirinello // 2. Mai 2019 // Heppel & Ettlich // Beginn 20 Uhr // VVK 11 Euro zzgl. Gebühren