11. März
King Gizzard & the Lizard Wizard

Long live the Vibraslap! Australiens halluzinogenste Klapperschlage schlängelt sich wieder aus ihrem Proberaum und macht im Frühjahr Jagd auf psych-affine Kaninchen. Der unaussprechliche Name steht nicht nur für Hype, sondern die wohl emsigste Band der Neuzeit. King Gizzard & the Lizard Wizard stellen mit Polygondwanaland ihr nunmehr 12 Studioalbum am 11. März live in der neuen Theaterfabrik vor.

Bereits seit 2010 rasselt sich die 7-köpfige Hydra aus Melbourne durch die Rock-Geschichte und nimmt dabei nimmermüde Album für Album auf. Sieben Köpfe heißt aber auch, dass es im Proberaum gerne mal stickig wird und man bei diversen 10-Minuten-Epen doch ab und an raus an die frische Luft muss. Und so machen sich Stuart Mackenzie (Vox, Gitarre, Flöte), Kenny Smith (Vox, Snyths, Mundharmonika), Cook Craig (Vox, Gitarre), Joey Walker (Vox, Gitarre), Lucas Skinner (Bass), Eric Moore (Drums, Theremin) und Michael Cavanagh (Drums) wieder einmal auf, die geneigte Fan-Schar mit ihrer irrwitzigen Mischung aus Psychedelic Rock, Progressive und Surf-Style zu verwöhnen.

Dass es dabei aber auch ziemlich jazzig werden kann und sie nicht nur auf ihren Über-Hit Rattlesnake reduziert werden sollten, bewiesen sie mit der gelungenen Miles-David-Referenz Sketches of Brunswick East. Aber auch vor Experimenten im Bereich der Halbtöne schrecken die beschuppten Alchemisten nicht zurück und gelten allein deswegen als einer der spannendsten Vertreter des 60s- und 70s-Revivals. Seit dem 17. November ist das Platten-Pfund nun komplett und der Echsen-König hielt Wort. Ganze vier Releases wurden für 2017 angekündigt, die mit Polygonwanaland ihren Abschluss finden. Um das psychedelische Workaholictum gebührend zu feiern und den Fans ihren Dank auszusprechen, stellen die Gizzards ihren neuesten Giftzahn sogar frei zum Download zur Verfügung. Ganz nach dem Motto: Make tapes, make CDs, make records!

Dass King Gizzard & the Lizard Wizard in jedem Fall auch optisch brillieren, stellt dabei der Künstler und langjährige Freund Jason Galea sicher. Seine 8-Bit-Fahrten, die hin und wieder an die altgediente Pink-Floyd-Lasershow erinnern, geben den Reptilienmännern erst die richtige Prise Verschrobenheit mit auf den Weg. Irgendwo zwischen Black Sabbath, Primus und Rush laden die Melbourner ein, zu einer hypnotischen Reise durch Blitzgewitter, Ritterschlösser und reichlich Schlangenblut. Stets garniert mit einem Schlag Vibraslap tun sie das sympathisch wie kaum ein anderer. Ihre Shows im Frühjahr dürften anlässlich der 12. Platte also nicht nur durch sphärisch-fuzzige Riff-Abfahrten glänzen, sondern auch optisch einen wahren Trip evozieren und die Füße zum Mitsteppen bringen: Rattle until your death, denn Album Nummer 13 wird nicht lang auf sich warten lassen!


Live: King Gizzard & the Lizard Wizard >> Facebook // Support: Mild High Club // 11. März // Neue Theaterfabrik // Beginn 21.30 Uhr // VVK 25 EUR zzgl. Gebühren


1 Kommentare

  1. Karten sind leider längst ausverkauft. Könnte Kurt nicht Gästelistekarten verlösen??? Bitte, bitte!

    Laf3001 /

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