14. April
curt präsentiert: Kælan Mikla @ Rote Sonne

Sagenhaftes Island – Sehnsuchtsort, ungestüme Natur und Feen-Reservat. Wo die Dóttirs und Sons über grüne Wiesen laufen und unter Wasserfällen baden, weicht der Feenstaub des Nachts gern auch düsteren Verwünschungen. Ein solches Nachtgebräu rühren seit 2012 die drei Dunkelschwestern von Kælan Mikla an. Einst im beschaulichen Reykjavík eher im Bereich Death-Rock und Spoken-Word gegründet, verbinden Sólveig Matthildur Kristjánsdóttir (Synths), Margrét Rósa Dóru-Harrysdóttir (Bass) und Laufey Soffia (Vocals) düsteren Synth-Punk mit sphärischen Schmerz-Klang. Am 14. Februar stellt die Dark-Synth-Hoffnung aus Island schließlich ihren neuen Langspieler eigenständigen Langspieler „Undir Köldum Nordurljosum“ in der Roten Sonne vor.

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https://www.youtube.com/watch?v=qHXLFo9i4QY

 

Einst noch auf dem Eistnaflug Metal-Festival in Neskaupstaður als Geheimtipp gehandelt, ging es schon bald auf die größeren Bühnen des Iceland Airwaves bis hin zu renommierten Festivals wie dem Roadburn. Als Edelfan und Schutzpate können Kælan Mikla dabei niemand Geringeren als The Cure-Frontmann Robert Smith vorweisen, der die drei Isländerinnen auch just zur 40-jährigen Geburtstagssause im Line-up wissen wollte. Leise geflüsterte Wortpoesie, sphärische Chöre über die Bedeutungslosigkeit des Lebens, ein trockener Bass und wabernde Tastenklänge: Das sind Kælan Mikla. In den Jahren, in denen sie unterwegs waren, haben sie sich sprunghaft weiterentwickelt und ihren Sound hin zum Coldwave gründlich. Ihr Grundkonzept, das Suhlen in Trauer, haben sie jedoch stets beibehalten.

Kennengelernt haben sich Sólveig, Margrét und Soffía vor Jahren in der Menntaskólinn við Hamrahlíð, einer Oberstufe für künstlerisch versierte Schüler. Heute gelten sie nach einer Herbsttour mit Goth-Barde King Dude als einer der heißesten Exporte isländischer Musik-Kunst. Doch vor allem die visuelle Qualität ist es, die bei ihren Live-Auftritten alles zusammenfügt. In dunkle und distanzierte Farben gehüllt, projizieren Kælan Mikla pure Melancholie durch Körpersprache. Eine starke Pop-Sensibilität begründet dabei den luftigen Aspekt ihrer Songs. Eine robuste Bassline und ein einfach gehaltener Drum-Puls ermöglichen es ferner, den atmosphärischen Vocals und Synthie-Bits auf kreative und unaufdringliche Weise eiskalte Klangnetze zu weben. Ihre Auftritte beschreibt das Trio wie das Abnehmen einer Maske und das Eintauchen in negative Emotionen. Und die leben bekanntlich in uns allen. Und doch steht auch das Vergnügen im Vordergrund:
„Wir haben nie versucht Goth oder Postpunk oder was auch immer zu sein, sagt Margret, „Trotzdem mag ich das Genre und die Szene macht auch wirklich Spaß. Aber ich mag es nicht wenn die Leute dass alles zu ernst nehmen.“
Die Shows von Kælan Mikla sind geprägt von Weihrauch und viel Nebel. Mystische Rituale, die ihre Kraft aus der Spiritualität ihrer Heimat Island ziehen. Nicht weniger interessant dürfte aber auch der Auftritt von Kanga werden, die ebenfalls am 14. April in der Roten Sonne gastieren wird. Die in Los Angeles beheimatete Electro-Künstlerin konnte vor Corona noch im Vorprogramm von Synth-Legende Gary Numan punkten.

Die Gewinner:innen unserer Kartenverlosung wurden informiert.


curt präsentiert: Kælan Mikla > Homepage // 14. April 2022 // Rote Sonne // VVK 17,18 EUR zzgl. Gebühren