Gehört: John Lemke – Nomad Frequencies

Der Former von Sounds vor dem Herren: John Lemke.

Die Suche nach ungewöhnlichen, inspirierenden Soundquellen stand schon immer im Zentrum seines Prozesses. Und genau auf diese Suche begab sich der Sounddesigner und Dokufilm-Soundkomponist letztes Jahr im Sommer, als er von jetzt auch gleich seine Glasgower Wohnung und das dortige Studio wegen strukturellen Schäden auf unbestimmte Zeit verlassen musste. Ein halbes Jahr Odyssee mit nicht mehr als einem Laptop und einer Tasche mit Bekleidung gewappnet.

Dabei ist sein neues Album Nomad Frequencies enstanden: Mit Dub-Echos, Spuren von Minimalism, Free Jazz Explosionen und David Lynch-artigen Atmosphären. Melancholisch und schrill gleichermaßen.

Er lässt sein Material durch alle möglichen Arten von Lautsprechern laufen und nimmt den Sound wieder und wieder auf bis er die Qualität eines “Eigenlebens” erreicht hat, oftmals als “Lo-Fi” missverstanden. Feinheiten aus Bratsche- und Holzblaselementen (gespielt von Kim Moore von WOLF und Andrew Baker) spicken den Weg mit subtilen Details.

John Lemke – Nomad Frequencies // Label: Denovali Records >> Homepage // VÖ: 25. September // John Lemke >> Facebook

 


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curt München Art Direktion, Redaktionsleitung & Master of Self-Exploitation.