30. Mai
curt präsentiert: Joel Sarakula

Ohne Pilotenbrille oder überdimensioniertes Horngestell scheint Joel Sarakula nicht unter die Leute zu gehen. Dazu Wallehaar mit Seitenscheitel und Blümchenhemd: Das riecht ganz verdächtig nach den orange-braunen Seventies. Und ja, wer sagt’s denn, die Discokugel hat bei dem gebürtigen Australier auch ihren großen Auftritt – inklusive rhythmischer Tanzeinlagen, Keyboard-Vintage-Vibes und funkiger Gitarreneinsätze. Saturday Night Fever for ever!

 

 

Retro also, aber so was von. „Gelegentlich psychedelischer, aber immer souliger Retro-Indiepop“ nennt Sarakula selbst seinen Sound. Dabei versteht sich der Musik-Nerd in keinem Fall als reiner Kopist. Eine Prise Folk bzw. Antifolk ist bei ihm immer dabei, von Ferne winken die „Moldy Peaches“. Ohne (selbst-)ironische Lässigkeit aber ginge das Konzept nicht auf. Der perfekte Soundtrack zum Pop der späten 60er- und frühen 70er-Jahre funktioniert besonders wegen des Augenzwinkerns, das sich um trendige Must-haves und Must-dos den Teufel schert.

Bekannt wurde der Wahl-Londoner mit seiner Single „Northern Soul“, die er für den gleichnamigen britischen Kinofilm beisteuerte. Innerhalb kürzester Zeit spielte die von Heavy Soul Records (UK) produzierte und limitierte Vinyl-Single online 150.000 Plays ein. In Anspielung auf Elvis Costellos Begleitband „The Imposters“ taufte Sarakula sein zweites europäisches Album nach „The Golden Age“ (2012) auch „The Imposter“ – „Der Blender“ oder „Der Hochstapler“. Und fürwahr: Geblendet sind wir ob des funkelnden Farben- und Klangkosmos, der bald noch größer werden wird. Ein neues Album von Joel Sarakula ist für März 2018 angekündigt.

Unsere Verlosung ist beendet, die Gewinner wurden informiert.


curt präsentiert: Joel Sarakula – Love Club Tour 2018 // 30. Mai // 19.30 Uhr // Ampere // VVK 15 Euro zzgl. Gebühren, AK 19 Euro
> Homepage > Facebook


About Mirjam Karasek

view all posts

Quasselstrippende Lektorin und Mutter eines ebenfalls sehr redseligen jungen Kerlchens. Geht gerne auf Überraschungskonzerte und Flohmärkte, liebt Kommas an der richtigen Stelle, 70er-Jahre-Lampen ... Seit drei Jahren mischt sie bei curt als Online-Redakteurin und als Lektorin/Schlussredakteurin beim Magazin mit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*