15. Oktober
Jesper Munk, Lary & Robot in der Muffathalle

Bisschen krass ist er schon, dieser Jesper. Ein schmächtiger, blonder Bub Mitte zwanzig, der ganz unscheinbar daher kommt. Und dann schnappt er sich ein Mikro, macht den Mund auf und dann das: WUZA, was für eine Stimme! Klingt wie in Whisky getränkt, so herrlich rauchig und nach Reibeisen. Nur einen Song später dann super soft und Kuschelheld-verdächtig. Beides großartig. Man erschrickt geradezu, wenn er plötzlich deutsch spricht. Weil er nämlich Deutscher ist. Naja, so halb, die Mutti sorgt für dänisches Blut. Dennoch würde man ihm alles abkaufen, alles! Nur nicht seine Münchner Wurzeln. In der Glockenbachwerkstatt verbrachte er jammend seine ersten Musikerjahre, wenn er nicht gerade die Innenstadt bespielte. Heute macht er irgendwas zwischen Blues, Soul und Folk, vorallem aber Blues, tonnenweise Blues. Kann er auch am besten. Mal moderner, mal Retro-Sound – das Ergebnis ist ein bisschen sexy, wie es guter Blues meistens ist.

Am 15. Oktober gibt sich Jesper Munk die „Heimspiel“-Ehre in der Muffathalle. Mit im Gepäck hat er die Musikerin Lary, die mit psychedelischen Chansons und Trip Hop glänzt und Robot, Multiinstrumentalist und Vollblutmusiker. Bei Aufnahmen begegneten sich die drei zufällig im Studio, schnell reifte die Idee gemeinsamer Sache – musikalischen Differenzen zum Trotz. Als „Leidenschaftsprojekt“ bezeichnen die drei ihre gemeinsame „Common Ground“ Tour. Freuen wir uns auf das Wagnis musikalischer Fusion wie es sie so noch nicht gegeben hat, irgendwo zwischen vorgestern, übermorgen und jetzt.

Jesper Munk, Lary & Robot // 15. Oktober 2017 // 20.00 Uhr // Muffathalle // VVK 25 Euro zzgl. Gebühren
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