Im Gespräch: The Blaze

Sieht man sich ein Musikvideo von The Blaze an, kann es schon mal passieren, dass einem unvorbreitet die Tränen in die Augen steigen. Beispielsweise ab Sekunde 00:31 von Territory: die Nahaufnahme eines Box-Trainers, der nach langer Zeit nach Hause zurückkehrt. Das Duo aus Paris gilt in Frankreich schon längst als einer der heißesten Acts, die das Land zu bieten hat. Und so langsam schwappt die Blaze’sche Gefühlswelle auf alle Länder und Kontinente über. Zurecht, wie wir finden. Denn die Producer und Cousins Jonathan and Guillaume Alric kombinieren elektronische Musik mit Videos, die reif für die Kinoleinwand sind.

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https://youtu.be/54fea7wuV6s

Eure Musikvideos sind der Inbegriff von Emotionen. Glaubt ihr, dass Menschen dieser Generation wieder mehr miteinander reden und dabei ihre Gefühle ausdrücken sollten?
Ja, sollten sie definitiv. Und vor allem keine Angst davor haben, ihre Emotionen rauszulassen und diese mit wem immer sie wollen zu teilen.

Welche Filme kombinieren Soundtrack und Film eurer Meinung nach auf die beste Weise? Wir wollen sie alle sehen!
Hier eine Auswahl, aber natürlich gibt es noch viele mehr: Cinema Paradiso, If Beale Street Could Talk, Moonlight, The Pianist, Interstellar.

Beginnt ihr beim Schreiben eines neuen Songs mit der Musik oder den Visuals?
Es kommt total darauf an. Wir haben keinen bestimmten Prozess in der Art und Weise, wie wir arbeiten – also können wir im Grunde genommen mit Musik beginnen und dann auf Video umschalten und umgekehrt.

Lasst uns ein wenig träumen: Wenn Geld und Realität nicht eure Vorstellungskraft überschreiten würden, wie sähe dann die perfekte Kulisse für ein Musikvideo aus?
Es gibt keine wirklich perfekte Umgebung oder mit anderen Worten gesagt: Es gibt eine Vielzahl von perfekten Umgebungen, je nachdem, was die Menschen sehen oder haben wollen.

Wann und wo bekommst du deine besten Ideen?
Wir haben leider sehr wenig Freizeit. Aber wenn wir dann Zeit haben, versuchen wir, das Beste daraus zu machen und Ideen fließen zu lassen. Sobald wir eine gute, solide Arbeitsgrundlage haben, erstellen wir darum einen Track oder ein Musikvideo. Grundsätzlich versuchen wir, in unserer Blase (unserem eigenen Raum) im Studio zu bleiben. Wir tauschen Ideen aus, testen neue Dinge, reden, erschaffen … Wir verbringen viel Zeit mit unserer Arbeit, aber wir versuchen auch, viel Flexibilität zu bewahren.


curt präsentiert: The Blaze > Homepage //  5. März 2019, TonHalle> Das Konzert wurde abgesagt!!

Foto: Paul Rousteau