18.–26. Juni
„Helen Lawrence“ in den Kammerspielen

Mit seinem neuen Werk „Helen Lawrence“ betritt der Künstler Stan Douglas Neuland: Die Theaterproduktion ist als technisches Kunststück angelegt, hochunterhaltsam und wird in Kooperation mit den Münchner Kammerspielen präsentiert.

Stan Douglas erzählt einen historischen Krimi mit außergewöhnlichen theatralen und technischen Mitteln: Das Spiel der Schauspieler auf der Bühne wird gefilmt und zeitgleich in eine mediale Umgebung eingefügt. Zum Inhalt des Theaterstücks: Vancouver im Jahr 1948: Helen Lawrence alias Betty Mansfields untersucht den Mord an ihrem Ehemann und ist auf der Suche nach ihrem Ex-Liebhaber, dem Buchmacher Percy Walker, der ihr den Mord anhängen will. Ihre Recherche führt sie ins Old Hotel Vancouver, wo nach dem Krieg obdachlose Kriegsveteranen untergebracht wurden.

Helen Lawrence Ankündigung curt München
Das Theaterstück basiert auf jahrelangen Recherchen nach verschollenen Orten im Vancouver der Nachkriegszeit, die digital wieder ins Leben gerufen werden. Der Zuschauer sieht, wie sich die Schauspieler hinter einer transparenten Leinwand filmen, auf der die filmische Illusion zu sehen ist. Eine sehenswerte Umsetzung mit außergewöhnlichen technischen Mitteln.

Stan Douglas zum Stück: „Die Figuren versuchen, sich neu zu definieren in einer Nachkriegszeit, in der so vieles sich ändert. Ganze Viertel verschwinden, es entwickelt sich eine neue Moral, es entstehen neue Hierarchien. Zu sehen, wie sie sich an eine neue Umgebung anpassen, finde ich hochinteressant.“

Helen Lawrence Ankündigung curt München

Die Premiere findet am 18. Juni in den Münchner Kammerspielen in der Spielhalle statt. An weiteren neun Terminen können Besucher mit dem Kombiticket Stan Douglas’ Theaterstück im Zusammenhang mit seiner Ausstellung „Mise en scène“ im Haus der Kunst zu erleben. Die Kombitickets sind an der Theaterkasse oder an der Kasse im Haus der Kunst erhältlich. Übrigens: Die Ausstellung von Stan Douglas läuft vom 20. Juni bis 12. Oktober 2014.

TEXT: Birgit Bramlage

FOTOS: David Cooper