Großmeister des Anti-Folk: Billy Bragg in München

Am 14. November kommt der großartige Billy Bragg nach München ins STRØM. Mit dabei: sein ganz neues, feines Blues-Album, traditionell arrangiert mit Stücken über Liebeskummer und Herzschmerz. Einfach schön, einfach zum dahinschmelzen.

Nach vielen Jahren des politischen Gesangs und viel Getöse, scheint es, als sei er ruhiger geworden der Herr Bragg. Sich selber bezeichnet er auf dem neuen Album als „Sherpa of heartbreaks“, und so klingen die Lieder auch, melancholisch traurig und wunderschön. Von diesem Sherpa lässt man sich gerne auf jeden noch so hohen Berg begleiten und dann, will man eigentlich auch gar nicht wieder runter.

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Billy Bragg, der seit mittlerweile 30 Jahren im Geschäft ist, fing seine Karriere mit der Punkband Riff Raff an, die jedoch, weil wenig erfolgreich, nach nur ein paar Jahren wieder in der Versenkung verschwand. 1983 dann endlich brachte er sein allererstes Album  „Life’s a Riot with Spy vs Spy“ heraus und dem Erfolg war der Grundstein gelegt. Neben der Musik ist Billy Bragg auch schon immer als politischer Aktivist bekannt gewesen. Margret Thatcher machte ihn zum Sozialisten, sagte er einmal. Und das gewerkschaftsfeindliche Wirken der eisernen Lady war immer Inhalt in seinen Liedern. Aber auch Anti-Apartheid, Anti-Atom oder Anti-Krieg sind Themen, die auftauchen.

Schön zu sehen, wie wandelbar so mancher Künstler ist und wie sehr man sich verändern kann und trotzdem immer man selbst zu bleiben.

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TEXT: KATHI STARKMANN