Gehört: Goddys – Monsters Of Reality

High class woman, high class men, so much power held in your hand! Schwedenrock aus dem Thüringer Wald? Dass diese Band aus dem beschaulichen Schmalkalden kommt und nicht aus einer schwedischen Talentschmiede mag man kaum glauben. Zumindest ich verbinde so eine Qualität, wie sie die Goddys auf ihrem zweiten Longplayer Monsters of Reality abliefern, irgendwie mit dem skandinavischen Land, in dem es gefühlt mehr Rockbands gibt als Elche. Ähnlich wie die Blues Pills, bei denen ich mir freundlicherweise die Eingangszeile ausgeliehen habe, bauen die Fünf ihren Sound aus verschiedenen Elementen zusammen. Als Fundament dient ihnen ein harter Bluesrock auf dem sich Psychedelic, Stoner Sound, Classic Rock und ganz viel Soul auftürmen. Als Garnitur gibt es düsteren Doom mit wabernden, okkulten Keyboardklängen. Die Hinzunahme eines festen Keyboardspielers erweitert die Möglichkeiten um ein Vielfaches und sorgt für einen merklichen Sprung nach vorne.

Beim Songwriting zeigt sich die Band besonders talentiert. Abwechslungsreich und mit einem großen Gespür für das richtige Detail im richtigen Fleck sind die 10 Songs auf Monsters Of Reality geschmackvoll auf einander abgestimmt. Die Platte folgt einem lebendigen Spannungsbogen und setzt die Hörenden perfekt in Resonanz zum transparenten Klang und zeitgleicher diffuser Atmosphäre. Zuletzt möchte ich noch das Augenmerk auf die beiden Stimmen lenken, die den Goddys zu einem weiteren signifikanten Erkennungsmerkmal verhelfen. Emma Schwabe als Leadsängerin ist für den Soul verantwortlich und wird von der kräftigen, growligen Stimme von Gitarrist Philipp Schwabe absolut stimmig ergänzt. Mit Monsters Of Reality ist der Band fernab der Szenespots ein eigenständiges und international konkurrenzfähiges Werk gelungen. High class woman, high class men, so much power held in your hand!

Goddys – Monsters Of Reality // Ponyphone Records / RecordJet / Edel // VÖ: 07.10.2022 // > Homepage

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https://youtu.be/vg5Y4VI2ORM