Gehört: Waxy – Betting On Forgetting

Wanky, Waxy, Rock’n’Roll. Wenn es der weltweiten Stonerrock-Community an einem nicht mangelt, dann sind das Bands, Bands, Bands. Waxy kommen aus der Wüste Kaliforniens. Woher auch sonst, möchte man angesichts des angekündigten Stonerismus fragen. In der dortigen Palm-Desert-Szene scheint das Trio recht gut vernetzt zu sein. Greifen auf ihrem neuen Album illustre Herren wie Nick Olivieri, John Garcia, Sean Wheeler oder Ronnie King als Gäste zu den Instrumenten. Lange war es still um Gitarrist und Sänger Robert Owen, der so was wie den Motor von Waxy darstellt. Die letzte Veröffentlichung liegt schon ein paar Jährchen zurück (Chainsaw Holiday, 2007) und an die Konzerte der Europatournee im Vorprogramm von Kyuss Live! können sich wahrscheinlich auch nicht mehr alle filmrissfrei erinnern.

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https://www.youtube.com/watch?v=sYVVDPQCecU

 

Aber es geht ja um das Hier und Heute. Und da präsentieren sich Waxy frisch und agil. Was mir recht gut gefällt, ist, dass sich die drei nicht zu sehr auf das Brummen der Bassverstärker verlassen, sondern die große weite Welt der Rockmusik im Blick haben. Der Opener Dead & Gone geht fast schon untypisch balladesk los und zeigt die Band von einer melodischen Seite, die ihr sehr gut zu Gesicht steht. Im Laufe der Platte häutet sich der Sound dann mehrfach. Immer wenn man denkt, jetzt kann ich‘s greifen, streifen sich die Kalifornier eine andere Hülle über. Psychedelia, Blues, Hard Rock, Punk Rock, Alternative Rock, Grunge – das alles wird fein aufeinander abgestimmt im WaxyKosmos verarbeitet. Mit Getting Lost Getting Found findet Betting On Forgetting einen dem Opener ähnlichen Abschluss. Zu dezenten Pianoklängen setzt Robert Owen mit seinem eindringlichen Gesang einen vergleichsweise ruhigen Höhepunkt.


Waxy – Betting On Forgetting // Bowlleg Records // VÖ: 13.09.2019 > Homepage