Gehört: Johnny Firebird – Wide Awake

Meine Damen und Herren. Holen Sie die Röhrenjeans aus dem Schrank, gönnen Sie Ihren Cowboystiefeln neue Absätze und waschen Sie Ihre Haare nur noch jeden Mittwoch. Seien Sie ganz vorne mit dabei, wenn Sleazerock wieder salonfähig wird.
Wer unvorsichtigerweise seine Little Cesar, Faster Pussycat, Sleeze Beez, Enuff Z’Nuff und Dogs D’Amour-Schätze für ganz kleines Geld beim Hinterhofflohmarkt verschnalzt hat, der kann jetzt aufatmen: Johnny Firebird aus Regensburg fegen mit ihrem neuen Album Wide Awake so unverblümt durchs Gebälk, als ob das Whisky A Go Go nicht am Sunset Boulevard, sondern vollkommen selbstverständlich in der Kneipenmeile der größten Stadt der Oberpfalz stehen würde. Frei nach dem Motto „Larger than life“ mixen die Feuervögel AC/DC-Riffs mit Punkrock-Attitüde, streuen große Hooklines drüber und garnieren mit schmierigen Gitarrensoli. Verdammt ja, so geht Rock’n’Roll!

Dass die Herren ihr Hirn nicht nur zum Getränkebestellen aktivieren, sondern einen sehr kritischen Blick auf die geistigen und tatsächlichen Zäunebauer in unserer Gesellschaft werfen, zeigt ein Blick auf die Texte. Get up, stand up and keep on rocking in a free world! Axel Rose von den Sleaze-Ikonen Guns N’Roses hat ja durchblicken lassen, dass seine Band an neuen Songs arbeitet. Aber mal ehrlich, wer wartet ernsthaft auf neues Material dieser Altherrencombo, wenn man jederzeit so frischen heißen Scheiß wie Wide Awake in den CD-Player schieben kann? Eben. Johnny Firebird please take me down to the paradise city!


Johnny Firebird – Wide Awake // Ghost Town Noize / Nova MD // VÖ: 19.10.2018 // > Homepage