Gehört:
Fvnerals – „Wounds“

Potzblitz! Ist das hier die ultimative Band zur aktuellen Printausgabe #85?

Dieses Bestattungsinstitut hat sich 2013 gegründet und ist im schottischen Glasgow beheimatet. Bislang lief es schon ganz ordentlich für die Band, die mit „Wounds“ ihre nun vierte Veröffentlichung an den Start bringt. Dunkelgrau bis schwarz, in diesem Spektrum bewegt sich die Atmosphäre und Stimmung, die die sieben Songs erzeugen. An der Nahtstelle von Doom, Post-Rock, Shoegaze und Ambient erschafft das Trio eine Soundlandschaft, die beklemmend und faszinierend zugleich ist. Das ist nichts zum nebenbei hören, und auch ein nasskalter Herbsttag wird durch „Wounds“ nicht unbedingt strahlender. Aber genau das macht den Reiz dieser Musik aus. Schlicht und nüchtern im Ansatz, karg und harsch in der Ausführung.

Sängerin Tiffany Stroms Stimme setzt die markanten Akzente in der malmenden Monotonie der zähen Riffs und schleppenden Beats. Dass sich die Texte mit so optimistischen Themen wie der Unabänderlichkeit von Zeit, chronischer Depression, Isolation oder Lethargie und Ängstlichkeit befassen ist nur konsequent.
Die Fvnerals reißen mit ihrer Musik schaurig-schöne Wunden in die düstere Leere einer fahlen Welt.


Fvnerals: „Wounds“ // Golden Antenna Records / Broken Silence // VÖ: 14.10.2016
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