12. Juni
curt präsentiert: frameless 03

Experimentelle Musik im digitalen Zeitalter: frameless präsentiert Machinefabriek aus den Niederlanden, das Münchner Solo-Projekt Rayon und Videokünstler Akihiko Taniguchi aus Japan. Den dritten Abend der neuen Konzertreihe solltet ihr nicht verpassen. Eintritt frei!

Elektronische Tracks und Kammermusik? Der Münchner Markus Acher bringt mit seinem Solo-Projekt Rayon beides zusammen – als Erstaufführung im MUC! Der Multiinstrumentalist, Mitbegründer von The Notwist und des Labels Alien Transistor vereint Musiker wie Joasihno oder Rumpeln in einem Live-Arrangement, um die Harmonie und Melancholie eines klassischen Ensembles auf die Kühle der elektronischen Musik und die abstrakten Klangwelten des Digitalen treffen zu lassen. Musik und Arrangements sind extra für die Reihe frameless komponiert.

Stille, Aufnahmen der Umgebung, vereinzelte Instrumente und elektronisches Rauschen sind die Hauptzutaten von Machinefabriek aus den Niederlanden. Bei frameless arbeitet Rutger Zuydervelt mit Tonabnehmern, die auf Magnetfelder von Computern und Smartphones reagieren und so die physische Präsenz der Dinge hörbar machen und selbst digitale Räume erschaffen.

Der japanische Videokünstler Akihiko Taniguchi zeigt mit seiner interaktiven Arbeit Recording of Everyday Life digital erfasste und dreidimensional simulierte Innenräume des alltäglichen Lebens. Ein Schreibtisch, neben dem sich die Kleidung stapelt, ein Waschbecken mit Föhn und Bürste – intime Orte entfalten sich als digitale Simulation. Taniguchi führt in seiner Videoarbeit die sich andeutende Vermischung von digitalen und realen Räumen weiter. Die Offenlegung des Alltäglichen auf Foren wie Twitter oder Facebook spiegelt sich in dieser faszinierenden und verstörenden Führung durch digitalisierte Räume des Privaten.


frameless 03 >> Homepage // Machinefabriek (Niederlande), Markus Acher/Rayon (München); Videokunst: Akihiko Taniguchi (Japan) // 12. Juni // 20.30 Uhr // MUG im Einstein/Einsteinstr. 42 // Eintritt frei

 

 


About Mirjam Karasek

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Quasselstrippende Lektorin und Mutter eines ebenfalls sehr redseligen jungen Kerlchens. Geht gerne auf Überraschungskonzerte und Flohmärkte, liebt Kommas an der richtigen Stelle, 70er-Jahre-Lampen ... Seit drei Jahren mischt sie bei curt als Online-Redakteurin und als Lektorin/Schlussredakteurin beim Magazin mit.