7. Oktober
FINS @ Milla

Sollten Beverly Hills und Dirty Dancing je nachvertont werden, das ist der neue Sound für schlaflose Nächte voll träumerischer Gedanken, in denen die Zeit förmlich dahinfließt. Selbst der morgendliche Kaffee erinnert an die Süße der bezaubernden Nachbarin. Und während eben noch Melancholie in der Luft liegt, breitet sich bereits Aufbruchsstimmung durch eine himmlische Sommerbrise aus. Das alles findet sich kompakt verpackt auf dem Erstlingswerk namens „Dreamer“ (Release: 29. Januar 2016) der Band Fins wieder, denn hier trifft Andi Fins’ wärmende Stimme auf detailverliebte Synthie-Spielereien, zwischen denen Schlagzeug und Gitarre im Dreieck hüpfen. Innerhalb der 12 Tracks verschmelzen Balladen mit eingängigen Pop-Nummern mit Ohrwurmcharakter, die sich den Gedankenspielen des täglichen Lebens widmen.

Ein mitreißender Kracher ist „Out Of Sight“. Die Dynamik der abgehakten Vocals, die letzten Endes in einem ehrlichen Chorusfinale münden, zeigen die erfrischende Qualität und Vielseitigkeit eines Andi Fins. Dieser tritt neben der Rolle als Kopf und Sänger der Band auch als Pianist und Bassist in Erscheinung. Dazu kommt mit Christoph Bernewitz ein sensationeller Gitarrist, den man gegebenenfalls von Clueso kennt. Mit dem Pianist Philipp Cieslewicz und Schlagzeuger Jan Burkamp ist die hervorragende Konstellation perfekt. Die Band gibt es seit nunmehr drei Jahren, hin und wieder gab es Gigs. In dieser Zeit hat Fins neben vielen Gastmusikerengagements u. a. bei Mark Foster, Boy und Clueso lange an seinen Songs geschraubt. Ins mediale Rampenlicht rückte die Band erst, als der Böhmermannsche Neo-Magazin-Moderator das Quartett ins Studio ludt.

„Where Have The Heroes Gone“ versetzt mich persönlich in die unglaubliche Atmosphäre des ehemaligen Funkhauses der DDR in Berlin/Köpenick. In dem überdimensionierten Backsteinbau an der Spree wurde das Album aufgenommen. Die schier endlosen Gänge müssen einfach Spuren hinterlassen haben. „Stay On Top“ und die funkige Nummer „Walk Away“ werden live wahnsinnig viel Spaß bereiten.

Erste Presseberichte aus dem Ausland deuten schon auf ein frühzeitiges internationales Interesse hin. Wer die abwechslungsreiche Mischung aus Melancholie und tanzbarem 80s-Sound hören mag, dem sei der Gig im Milla ans Herz gelegt.


FINS // 7. Oktober // 21 Uhr // Milla Club // FINS > Homepage // Facebook