13. März
curt präsentiert: Django Django

Richtig dicke Eier hat, wer am Anfang des Jahres eine Platte veröffentlicht. Schon Ende Januar befinden sich in so mancher Jahresplaylist schon 48 songs. Und das sind nur die Guten, die gefallen. Was da noch für musikalische Schmankerl kommen … da kann so ein Album wie Marble Skies von Django Django schnell in die Versenkung rutschen. Wenn die Band abliefert, kann die Band aber auch zu den Beliebtesten und Besten des Jahres gehören.

Django Django marschieren also mit gestreckter Brust auf und knallten uns Marble Skies schon am 26. Januar auf den Tisch. Es ist das dritte Album der Band, nach dem gefeierten selbstbetitelten Debüt und dem nicht minder guten, aber leider oft unterschätzten Nachfolger Born Under Saturn. Im Interview sprachen die Jungs schon damals über ihre Einflüsse. Dank des Internets bedienten sich Django Django an vielerlei Genres. „Du kannst im Netz erst Hardcore hören, dann Deep House und dann … Lorde“, erzählte mir Sänger Vincent Neff 2015 im Interview für Intro. Auf diesen Pfaden sind sie auch auf der dritten Platte weiterhin selbstbewusst gewandelt. Zwar finden wir auf Marble Skies weniger dreschende Gitarren und mehr von der Sängerin aus Neuseeland. Dennoch führen Django Django fort, was sie auf ihren ersten zwei Platten begonnen haben. Wir finden unbedingt tanzbare Songs, die dub-artige Beats mit melancholischen Melodien und rotzigen Gitarren, etwa die Single Tic Tac Toe.

Und dann gibt es wieder Songs wie Sundials, der mit einem fast barocken Piano beginnt und klingt, als könne er von Revolver von den Beatles stammen. Oder das Feature der britischen Sängerin Rebecca Taylor – einst als Slow Club, nun als Self Esteem unterwegs –, welches irgendwie als großartiger wattebauschiger Synthie-Pop zwischen Enya und Sade wandelt. Und so ein Song wurde von vier Jungs geschrieben. Ich sag’s ja: dicke Eier.

Es gibt viele schöne Momente auf Marble Skies. Wie sich diese im Konzert übersetzen lassen, ist spannend. Normalerweise bekommen die vier Jungs aus London das ziemlich gut hin: Schon beim letzten Auftritt in München 2015 sowie auf dem Lollapolooza 2017 in Berlin überzeugten sie mit einer kompakten, tighten Setlist. Auf der neuen Platte passiert so viel. Da wird es spannend zu sehen, wie sie ihre Songs arrangieren. Nehmt auf jeden Fall Kleingeld für die Garderobe mit – denn beim Auftritt im Technikum (verlegt vom STROM) werdet ihr ordentlich schwitzen.

Wer den Saunagang für umme haben will, macht bei unserer Verlosung mit: eine E-Mail an willhaben@curt.de mit Betreff Django Django – die Glücksfee kümmert sich dann um den Rest. Wir drücken die Daumen. 3 x 2 Gästelistenplätze sind im Lostopf.


curt präsentiert: Django Django // Support: Man of Moon // 13. Mai // 21 Uhr // Technikum // VVK 24 Euro zzgl. Gebühren, AK 29 Euro
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