Gehört: Dirty Sound Magnet – Western Lies

Dirty Sound Magnet kündigen ihr neues Album Western Lies als ihr zweites Debüt an. Klingt irgendwie widersprüchlich, meint aber nur, dass die Kapelle nach 10 Jahren Bandgeschichte die bittere Erfahrung des schleichenden Niedergangs machen musste. Verlust des Frontmanns inklusive. Der Glaube in die eigenen Stärken und die Liebe zur Rockmusik waren aber letztlich stärker und so wurde aus dem Fribourger Quartett ein Fribourger Trio.

Das Jahr 2016 verbrachten die Schweizer im Rahmen einer kreativen Auszeit im Proberaum und starten mit dem Album Western Lies einen Neuanfang. Debüt 2.0 quasi. Alles Schlechte hat ja meist auch etwas Gutes. In diesem Fall wurde das musikalische Magnetfeld um ein Zigfaches erweitert. Fühlte man sich in der Ära des Sängers Didier Coenegracht doch sehr vom Bluesrock Led Zeppelinscher Prägung angezogen, sind die heutigen Einflüsse ungleich vielfältiger und letztendlich auch spannender. Die neuen Dirty Sound Magnet mischen was sie lieben und setzen all das mit faszinierender Sicherheit um. Ob Psychedelic, Space, Indie, Glam, Worldmusic, Pop, Ethno, Folk… Grenzen verschwimmen und die Klänge fließen einfach ineinander über. Seine Wurzeln in den späten 60er und 70er Jahren zu schlagen ist bestimmt nicht die schlechteste Grundlage, wenn man stets offen für interessante Einflüsse und Ideen bleibt.

Auf Western Lies trifft instrumentale Feinheit und Vielseitigkeit auf die schiere Neugier nach einer neuen, eigenen Art des Songwritings. Psychedelische Gitarrensounds fliegen durch den Raum. Wahwahs, Phaser und Echos duellieren sich und mehrstimmige Gesänge werden gekonnt arrangiert. Die Grenzenlosigkeit von Bands wie Primal Scream, Tea Party und Ty Segall wurde von den Schweizern aufgesogen und die Tanzfläche ist trotz Gitarren und Rock kein Niemandsland. Shake Baby Shake!

Dirty Sound Magnet – Western Lies > Homepage // Noisolution > Homepage // VÖ: 12.05.2017