Die Möwe im Münchner Volkstheater

Wer vielschichtige Dialoge und psychologisch faszinierende Figurenzeichnungen mag, wird sich in der Inszenierung des Theaterstücks Die Möwe von Christian Stückl am Münchner Volkstheater wiederfinden.

Dieser Klassiker der Theaterliteratur von Anton Tschechow spielt auf einem Landgut in der russischen Provinz. Einer der Protagonisten, der junge Schriftsteller Konstantin Treplev, hat ein Theaterstück geschrieben und bringt es dort mit seiner Geliebten Nina in der Hauptrolle zur Aufführung. Aber diese endet desaströs und Treplev erntet den Spott einer Gruppe von Ausflüglern, die sich aus lauter Langeweile zu Eifersüchteleien und subtilen Bosheiten hinreißen lassen. Die meisten von ihnen sind ebenfalls Künstler oder wollen es werden. Glücklich und zufrieden ist jedoch keiner. Das freie, von Konventionen unabhängige Leben existiert lediglich als Symbol. Und die Möwe steht symbolhaft für diesen Wunsch nach Unabhängigkeit – und wird von einer der Hauptfiguren grundlos abgeschossen.

Konflikte schwelen, Figuren, Temperamente und Meinungen prallen aufeinander, es gipfelt in dem Theaterstück in Ausbrüchen, gegenseitigen Liebesbekundungen und Erniedrigungen. Letztlich ist es ein Versuch aller, das Leben irgendwie zu bewältigen.

Premiere: Die Möwe von Anton Tschechow im Münchner Volkstheater am 26. Oktober //
19:30, Große Bühne // Regie: Christian Stückl; Bühne & Kostüme: Stefan Hageneier; Musik: Tom Wörndl // > weitere Termine


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