Gehört: The Devil And The Almighty Blues – II

Was macht der Teufel, wenn er mit dem Schnapsmachen fertig ist? Korrekt, er schnappt sich die Gitarre und zockt ein paar höllische Bluesriffs. Dass das überhaupt anders sein könnte, kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen. Besonders nicht, nach dem Genuss der neuen Platte von The Devil And The Almighty Blues. Was das Quintett aus Oslo auf der schlicht II benannten Langrille abliefert ist einfach nur gut. Das Feld der Retro-, Proto- und Weiß-Teufel-Blues und Doom Bands ist aktuell ziemlich eng bepflanzt. Und trotzdem gelingt es der Band, sich angenehm aus der Masse abzuheben. Die Wurzeln mögen überall in der gleichen Erde stecken. Aber die Halme tragen unterschiedlich reife Früchte.

Bestechend sind die Riffs, die Petter Svee und Torgeir Waldemar Engen mit einer Klarheit und Leichtigkeit aus ihren Instrumenten zaubern. Wie es gelingt, die Dinge so einfach wie möglich – aber nicht einfacher zu machen, lässt sich bei jedem der sechs Lieder eindrucksvoll nachhören. II ist gestern und heute gleichzeitig. Heavy ohne allzu metallisch zu werden, dunkel ohne Doom zu sein und bluesy ohne „straight up“, altbacken und langweilig zu spielen. Eingängig, catchy, roh, wild und gewaltig. Teuflisch gut, darauf einen Kirschgeist!

The Devil And The Almighty Blues – II > Homepage // Blues For The Red Sun / Noisolution