Gehört: Dessa – Chime

Die umtriebige Rapperin und Spoken-Word-Künstlerin Margret Wander – besser bekannt unter ihrem Künstlernamen Dessa – bringt im Februar ein weiteres Album auf den Markt für das sie sich ganz ohne Compañeros verantwortlich zeigt. Das heißt ihr Name ziert alleine und frei das Cover. Wobei Dessa auch auf ihrem vierten Soloalbum nicht ganz auf die Unterstützung guter Freunde verzichten mag. Ihr Doomtree-Kollege Lazerbeak holte in seiner Rolle als Produzent von Chime den Grammy-nominierten Komponisten und Arrangeur Andy Thompson hinzu, mit dem er den Sound von Dessa im Jahr 2018 definierte.

Wie schon in der Vergangenheit ist Dessa als Solokünstlerin mehr als Sängerin denn als knallharte Rapperin unterwegs. Das unterscheidet diese Songs augenscheinlich von ihrer Arbeit mit dem HipHop-Kollektiv aus Minneapolis. Auch wenn der Sound nicht direkt nach Straße klingt, ihre Texte bleiben ehrlich, direkt und scharfzüngig. Neben der Musik betätigt sich Dessa wie man weiß auch als Autorin für diverse amerikanische Magazine und ist als Spoken Word Artist unterwegs.

Soundmäßig deckt Chime ein sehr weites Feld an amerikanischer U-Musik ab. Pop, R&B, Soul, HipHop, Urban Music, New Wave, Indie, Cool Jazz und noch viele mehr. Immer schön smooth und laid back, aber nie sweet oder cute! Auf Chime zeigt Dessa noch mehr Facetten ihres Könnens. Mal leidenschaftlich, mal ganz sanft geht sie leichtfüßig über Genregrenzen hinweg und klingt dabei immer wahnsinnig neugierig und experimentierfreudig. Dank Internet und der tiny desk concerts Reihe von NPR kann man sich vorab auf das Konzert von Dessa am 16. April im Feierwerk einstimmen, welches im Übrigen sehr gerne von curt präsentiert wird!

Dessa – Chime // Doomtree Records/ Ingrooves/ Rough Trade // VÖ: 23.02.2018 // Facebook