13. Februar
Dendemann @ TonHalle

Lit, liter, Lithargie. Seit Daniel Ebel aka Dendemann Vom Vintage verweht“ wurde, sind ganze acht Jahre ins Land gegangen. Acht Jahre, in denen der einstige Eins, Zwo Frontkopf und deutscher Vorzeigerapper jedoch alles andere als lethargisch war. Na ja, ein bisschen schon, aber egal. Da nich für“ (VÖ 25.01.) lautet der erste Longplayer vom Mastermind des Storytelling-Raps seit einer Ewigkeit und auch die Verkaufszahlen für seine große Tour geben dem Hype um Diggedy-Dende recht. Am 13. Februar steht der Westfale aus Wickede (hehe) in der restlos ausverkauften TonHalle auf der Bühne.

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https://www.youtube.com/watch?v=ZK5AZyqprBU

 

Erstmals laut geworden als Arme Ritter, irgendwann um das Jahr 1995 herum, blieben dem mittlerweile in Hamburg lebenden Dende noch ein paar Jahre bis zum Erklimmen der Erfolgsleiter. Richtig zum Schnalzen brachten er und DJ Rabauke, der bis dato bei Fettes Brot hinter den Reglern stand, die Synapsen schließlich mit dem Alltime-Klassiker Gefährliches Halbwissen“ (1999). Als Hip-Hop-Duo par excellence sollte es für Eins, Zwo jedoch gerade mal für zwei Platten reichen. Genug jedoch, um sich einen nicht mehr wegzuwischenden Namen in der Hall of Fame der deutschsprachigen Wortakrobatik auf Beats zu machen. Während Rabauke mittlerweile als House-DJ unter anderem das Melt!-Festival beschallt, ging es für den einzig wahren Dende sofort in die Solo-Karriere über, die uns sogleich das Album Die Pfütze des Eisbergs“ bescherte, später Vom Vintage verweht“ wurde und für die geneigten Kopfnicker im Publikum auch das Live-Album Abersowasvonlive“ bereithielt. Doch dann war erstmal wieder Schluss.

Erst 2015 nach einigen Remix-Arbeiten und kleineren Gäste-Parts übernahm der Tausendassa aus Soest die musikalische Leitung der Showband im Neo Magazin Royal von Jan Böhmermann, seit der er nun auch dem letzten Hiphop-Verächter wohlwollend in die vorderen Hirnlappen eingebrannt sein sollte. Pro Show ein kleiner Skit, das Intro ebenfalls stets lässig runtergejodelt, verwandelte sich Dendemann mit der Freien Radikalen“ zu Deutschlands beliebtester Musikeinlage und vereinte in diversen On-Screen-Collaborationen Kollegen wie Eko Fresh, Blumentopf, Prinz Pi, Nena, Fettes Brot, Deichkind, Bilderbuch und Kollegah im Studio König in Ehrenfeld. Der Abschied 2016 kam früh, doch die ewigen Seitenhiebe auf das bald erscheinende neue“ Dendemann-Album müssen Wirkung gezeigt haben. Knapp zwei Jahre später stellt sich der beste Rapper Deutschlands den Forderungen und liefert Tour und Album im Doppelpack. Am 13. Februar entert der Freestyle-Gott und Sauerland-Export, ehe es auf die Festivalbühnen der Republik geht, gebührend die TonHalle zu München.


Live: Dendemann > Homepage // 13. Februar 2019 // TonHalle // Beginn 20 Uhr // Ausverkauft