Gehört: Dead Kittens – Pet Obituaries

Follow Victor to the sacred place. This ain’t a dream, I can’t escape.

Das holländisch-israelische Duo Dead Kittens hat mit seiner ersten Platte einen megastarken Nachruf auf die Rockmusik der 90er-Jahre geschaffen. Stell dir vor, deine CD-Schätze der Jahrgänge 1992 bis 1995 werden auf der Route 15 nahe Ludlow von einem Truck überrollt. In Zeiten des Plattenladensterbens wird der Nachkauf zu einem aussichtslosen Unterfangen. Du entschließt dich zum Äußersten und bringst die traurigen Reste zur sagenumwobenen Totenstätte dieses alten Indianerstamms.

Pet Obituaries könnte ein paar Tage später genau das Stück komprimierte Musik sein, was zu dir zurückkommt. Im besten Sinne verstörend, würfeln die beiden Musiker so ziemlich alles an Musikstilen durcheinander, was sich mit Gitarre, Schlagzeug und Samples produzieren lässt. Victor is grinning, flesh rotting away. Skeletons dance, I curse this day.

Nimm den ersten Introducing Sampler und schiebe die Bands vom Anfang und vom Ende über die Bands in der Mitte. Motorpsycho, Deus, Tocotronic und Yo La Tengo verschmelzen mit Der Tobi & Das Bo, den 24-7 Spyz, Stuck Mojo und Caspar Brötzman Massaker. Dazu lärmen Optimum Wound Profile, die mächtigen Yeti Girls (thanks for Yeti Meister again!), P-Whips und My Friend The Chocolate Cake. Das klingt wahnwitzig, gar verrückt. Aber so waren die 90er, mein Freund. Under the arc of a weather stain boards. Ancient goblins, and warlords. Was Dirk und KD hier zusammen veranstalten, ist Punk im eigentlichen Sinne. Die großartige Covergestaltung im Komm-Küssen- oder OX-Gedächtnisgewand fügen noch eine Prise Kunst hinzu. I want to be buried in a pet sematary. I want to hear this sound again!


Dead Kittens – Pet Obituaries // Noisolution // VÖ: 23.02.2018 // Homepage

 


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