10. Dezember
Cypress Hill @ Zenith

Faustregel: Wenn eine Band in einer Simpsons-Folge gut wegkommt, muss was dran sein an dem Hype. Cypress Hill sind ein gutes Beispiel dafür.

Die bad boys aus L.A. waren nicht nur die erste komerziell erfolgreiche HipHop-Combo mit überwiegend lateinamerikanischen Wurzeln. Sie prägten auch den Soundtrack einer ganzen Generation von Skatepunks mit, die sich in den 90ern rund um den Globus in baggy pants und Homeboy-Klamotten warf. Den internationalen Durchbruch schaffte die Band 1993 mit dem Album „Black Sunday“. Allein die Songs „Insane in the brain“, „I Wanna Get High“ und „I Ain’t Goin’ Out Like That“ hat wohl jeder noch im Ohr, der in den 90ern ein Teenager war.

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https://www.youtube.com/watch?v=RijB8wnJCN0

Markenzeichen war und ist die markant näselige Stimme von B-Real (die er sich laut Rapper Ice-T übrigens auf Anraten von Band-Kollegen DJ Muggs angeeignet hat). Überhaupt hat Muggs, der die meisten Cypress-Hill-Alben produziert hat, immer schon viel kreativen Input beigesteuert. Er hatte seine Finger auch von Anfang an in anderen Rap-Projekten, produzierte unter anderem Tracks für House of Pain, die Beastie Boys und Funkdoobiest. Und auch die letzte Platte von Die Antwoord (2016) trägt seine Handschrift.

Nach der letzen Cypress-Hill-Platte „Rise Up“ von 2010 wurde es still um die Band. Dann die frohe Kunde: Mit „Elephants on Acid“ droppten die Jungs Ende September 2018 endlich wieder ein neues Album mit – Surprise! – indisch-orientalischem Colour. Wie das klingt? Etwa so: Treffen sich drei HipHop-Schwergewichte zur Elefantenrunde, ziehen einen durch und tun das, was sie am besten können. Resultat: eine eklektische Rap-Platte, die vielen Einflüssen Platz bietet, aber nie den roten Faden verliert. Wir sind jedenfalls schockverliebt und können es kaum erwarten, die drei live zu sehen!


Cypress Hill: Elephant on Acid Tour  > Homepage // Support: OMIK K und HAZE // 10.12.2018 // Zenith // Beginn: 20 Uhr // VVK: 50 Euro zzgl. Gebühren

Foto: Karsten Jahnke Konzertdirektion


About Julia Fell

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Exilsaarländerin, in jungen Jahren nach England verpflanzt, über einen Zwischenstopp im beschaulichen Passau in München gelandet, um irgendwas mit Medien zu studieren. Will entweder für immer hier bleiben oder doch noch nach Amsterdam ziehen. Mag Reggae, Rap, spleenige Menschen, große Männer mit schönen Augenbrauen und großer Schnauze, Gruselstreifen, Stinkekäse, Biografien und flache Witze. Mag nicht, dass ihr ständig jemand eine Berufsunfähigkeitsversicherung andrehen will. Im 9-to-5-Leben Fotoredakteurin.