curt war da: Beirut in der TonHalle

Schon auf dem Weg zur TonHalle wurden wir am Ostbahnhof von einigen nach Karten für das seit Wochen ausverkaufte Konzert gefragt. Jeder wollte an diesem Abend den Folklore-Sänger live erleben. Ein Zauber lag in der Luft.

Die Vorband ist in München nicht unbekannt und immer wieder ein Ohrenschmaus: Joasihno. Aus der Nähe von Eichstätt und im Oktober wieder mit The Notwist auf Tour.

Foto: Michael Dengler

Foto: Michael Dengler

Um halb 10 durften wir dann endlich die 6 Musiker von Beirut auf der Bühne begrüßen. Langsam und getragen ging es los. Nach 20 Minuten das erste Highlight: Santa Fe. Kurzfristig hätte man um den Abend bangen können, da der Funke nicht so ganz überspringen wollte. Doch Schul- und Tourabbrecher Zach Condon ließ sich nicht beirren und spielte gewohnt gut sein Repertoire und gefiel damit den Zuschauern.

Foto: Michael Dengler

Foto: Michael Dengler

Foto: Michael Dengler

Foto: Michael Dengler

 

Ganze 12 Songs brauchte es dann, bis das Publikum verstand, wie gut dieses Konzert eigentlich war, um bei “Nantes” die längst überfällige Bewegung ihres Körpers zu vollziehen. Und auch am Applaus scheiterte es nicht mehr. So holten die Münchner in der zweiten Hälfte des Konzerts das wieder herein, was sie anfangs versäumt hatten. Zach Condon würdigte es mit einem durchaus beeindruckten Gesicht. Nach eineinhalb Stunden war der Zauber auch schon wieder verflogen und wir blickten in einige sehr glückliche Gesichter um uns herum.

Selbst vor der Halle blieben die Kartenlosen, um einige Takte des Konzerts zu erhaschen. Das hat in diesem Fall allerdings nicht mit Groupies zu tun, sondern echtem Gefallen an der einzigartigen Musik dieses jungen Mannes.

Abschließend dürfen wir behaupten, einen sehr speziellen Abend erlebt zu haben. Nicht nur die Musiker waren hervorragend, nein, auch die Stimmung war gegen Ende auf dem Siedepunkt angelangt. Auch wenn wir wohl in diesem Leben nicht mehr der größte Freund der TonHalle werden, freuen wir uns jetzt schon auf den Konzertherbst und hoffen für alle, die dieses Mal keine Tickets ergattern konnten, auf eine größere Venue.

TEXT UND FOTOS: MICHAEL DENGLER