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Cat Power

Endlich: Cat Power ist zurück! Mit neuem Album, neuer Frisur und – man kann es nicht anders sagen – einem ganz neuen Stil. Sechs lange Jahre hat Chan Marshall alias Cat Power ihre Fans auf neue eigene Songs warten lassen, um dann mit „Sun“ einen musikalisch völlig untypischen Weg einzuschlagen. Und den beschreitet sie nun auch live: am 28. Juni in der Theaterfabrik in München.

Aber blicken wir noch mal kurz zurück: Cat Power – das war doch dieses zarte, zerbrechlich wirkende Wesen, das mit melancholischer Stimme von gebrochenen Herzen und Depressionen sang. Sich auf der Bühne am liebsten hinter ihren Haaren, ihrer Gitarre und Unmengen von Alkohol versteckte. Bühnenangst vermuteten die einen, Zickigkeit die anderen. Von der Power in ihrem Künstlernamen jedenfalls keine Spur. Ein Nervenzusammenbruch 2006 schien das zu bestätigen. Und doch wieder nicht: Schon kurze Zeit später tourte Cat Power wieder durch Europa, brachte 2007 mit „Jukebox“ ein viel gelobtes Coveralbum heraus, trat als Schauspielerin in Wong Kar-Wais „My Blueberry Nights“ auf. Dann wurde es erstmal still um sie.

Jetzt hat sie sich zurückgemeldet. Mit einem Sound, der beim ersten Hören so gar nicht zu ihr passen will: nämlich erstaunlich optimistischem, tanzbaren Indie-Pop. Die gewohnten Folk- und Blues-Anklänge mit weichen Synthesizer-Klängen, Elektro-Beats und allem, was dazu gehört. Das Ergebnis kann sich hören lassen: „Sun“ ist ein tolles Album, das von einem gestärkten Selbstbewusstsein und neuer Experimentierfreude zeugt. Es ist immer noch unverkennbar Cat Power, die wir da hören, aber sie offenbart eine ganz neue unbeschwerte Seite ihrer selbst.

Wer Cat Power live erleben will, hat jetzt die Gelegenheit dazu: Ihr ursprünglich für Dezember geplantes und wegen Krankheit verschobenes Konzert holt sie am 28. Juni in der Theaterfabrik nach. Dann hat das Warten endlich ein Ende. Wir können es kaum erwarten, die neue alte Cat Power live zu erleben!

Die Gewinner unserer Verlosung wurden gezogen und per E-Mail informiert!

 

TEXT: Birgit Andorf

 


About Mirjam Karasek

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Quasselstrippende Lektorin und Mutter eines ebenfalls sehr redseligen jungen Kerlchens. Geht gerne auf Überraschungskonzerte und Flohmärkte, liebt Kommas an der richtigen Stelle, 70er-Jahre-Lampen ... Seit drei Jahren mischt sie bei curt als Online-Redakteurin und als Lektorin/Schlussredakteurin beim Magazin mit.