curt hört: Chuckamuck – Jiles

Wisst ihr noch, wie man rockt? Wie man sich die letzten Fetzen Trotz und Rebellion aus allen Haarspitzen pfeffert und das Chaos zum Gesetz macht? Wenn nicht, wird euch Chuckamuck mit ihrem neuen Album „Jiles“ daran erinnern. Das gute Stück erscheint am 19. April unter dem Label Staatsakt und ist damit nur der Vorbote für die Perfektion des Tumults: Am 19. Mai, einen Monat nach der Veröffentlichung ihres vierten Albums, heizt die vierköpfige Band aus Berlin bei uns das Theatron Festival ein.

Peter Pan wäre mit Sicherheit stolz auf Chuckamuck gewesen! Erwachsen werden? Anständig, gesittet und manierlich seinen Pflichten nachgehen? Niemals! Ihre Pflicht, Bühnen zum Beben und Massen zum Pogen zu bringen, erfüllen die Jungs dagegen sehr wohl. Richtig: Es wird punkig, laut und unberechenbar wild. Doch irgendwo versteckt zwischen Blechbüchsensound, tiefschwarzem Humor und Rotzbengelparolen verbirgt sich noch etwas anderes: die Leichtigkeit des Seins, das Gefühl, unbesiegbar und vogelfrei zu sein und sich gerade die ewige Jugend injiziert zu haben – der perfekte Soundtrack, um heute blau zu machen, ein Planschbecken auf den Balkon zu stellen oder sich einfach mal von all den Pflichten und dem Spießertum am Allerwertesten lecken zu lassen. Danke dafür!

In einem Wort: rotzefrech. Und das mit Stil! Die Jungs sind echt. Ehrlich. Herrlich unbekümmert, hochgradig ansteckend und mindestens genauso verrückt. Oder, in ihren eigenen Worten: „Äss-Kah-Uh-Äll-Äll-Üpssilonn.“ Was das bedeutet, erzählen euch Chuckamuck auf ihrem Album.

Hört rein – Ohrwurmgarantie!

TEXT: Carina Neumann


About Carina Neumann

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Studentin an der Hochschule für Angewandte Sprachen. Außerdem leidenschaftliche Sonnenanbeterin, Langschläferin, Fernwehinfizierte und Teilzeitchaotin. Ich liebe laue Abende an der Isar, das Knistern von Lagerfeuer, den Geruch von frischer Wäsche, spontane Aktionen mit unerwartetem Ende, Pistazieneis und Sand an den Füßen. Ich hasse Schneeregen, das Monatsende und die Konsistenz von Wackelpudding. Seit zwei Jahren schreibe ich für curt über Kultur, Kurioses, Kunst und Musik.

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