Gehört: Coogans Bluff – Flying To The Stars

Drei Tage frei und katastrophale Wetteraussichten. Kein Problem, denn das verregnete Feiertagswochenende eignet sich hervorragend zum Musik hören. Gewinner dieser Tage ist ohne Zweifel die mir bis dahin völlig unbekannte Band Coogans Bluff. Obwohl die Kapelle, die schon seit dem Jahr 2003 am Start ist, auf eine Reihe von Veröffentlichungen zurückblicken kann, sagt mir der Name überhaupt nichts, als ich die CD erstmals in den Player lege. 43 Minuten später sieht die Welt ganz anders aus. Was ein cooler Sound, den die Jungs, die in Rostock, Berlin und Leipzig leben, auf Flying To The Stars fabrizieren. Vor langer Zeit als Stonerband gestartet, hat sich ihr Klangkosmos in der Gegenwart um ein vielfaches erweitert. Entscheiden ist die Aufstockung der klassischen Trioinstrumentierung durch eine feste Bläsertruppe. Wie gut Saxophon und Posaune einer Rockband tun können, wird gleich beim monströsen Opener Flying To The Stars deutlich. 13 Minuten geht die wilde Fahrt durch Krautrock, Progressive, Fusion, Space-, Psychedelic-, Stoner- und Bluesrock. Sofort ist man gefangen im spaceship very fast – to find a place above – full of love.

Coogans Bluff lassen sich vom musikalischen Freigeist der 60er und 70er Jahre tragen und beschränken sich nicht auf die pure Reproduktion diese Sounds. Damit gelingt es ihnen, die Spanne zwischen retro und zeitgemäß zu schlagen und dem Hörer einen unvergleichlichen Soundtrip um die Ohren zu pusten. Captain Beefheart und Motorpsycho wären mit Sicherheit begeistert und auch von mir aus könnte es noch ein paar Tage so weiterregnen und Flying To The Stars im Player rotieren.

Coogans Bluff – Flying To The Stars // Noisolution // VÖ: 27.05.2016
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3 Kommentare

  1. […] Reviews poppen gerade hoch und das Münchner Stadtmagazin CURT fand passende Worte. Mehr in […]

  2. […] komplett die Wüste und widmete sich mit dem im Mai letzten Jahres erschienen Langspieler „flying to the stars“ endgültig den weiten des Klangkosmos. Komplett mit Silberhut, man will ja schließlich gewappnet […]

  3. […] schließlich komplett die Wüste und widmete sich mit dem im Mai 2016 Jahres erschienen Langspieler „flying to the stars“ endgültig den Weiten des Klangkosmos. Komplett mit Silberhut, man will ja schließlich gewappnet […]

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