Gehört: Co-pilgrim – Slows To Go

Wenn sich der Sommer verabschiedet und dem fiesen nassen Herbst das Feld überlässt, braucht es genau solche Musik wie die von den Co-Pilgrims. „Slows To Go“ bringt die Helligkeit und Wärme der sonnigen Tage zumindest akustisch zurück.

Fleißig sind die Herrschaften außerdem. Das hier ist das dritte Album der britischen Edelmänner des absolut handgemachten Pops in nur zwei Jahren. Die beiden Soloplatten, die Mastermind Mike Gale im Jahr 2015 auch noch herausgebracht hat, sollen hier gar nicht erwähnt werden.

Warum nun wärmen diese Dutzend Lieder das Gemüt aufs Feinste? Schon der Opener und Titeltrack „Slows To Go“ verwöhnt den Hörer mit allerbesten Beach-Boys-Harmonien. „Echo In My Dreams“ schließt mit klassischem 70er-Jahre-Pop inklusive perfektem Satzgesang an. Bevor es bei „You Come Over, You Go“ eher in die Guided-By-Voices-Richtung geht. Ein wenig Simon-and-Garfunkel-artiges Gitarren-Picking hier und da oder den Spirit von REM einfangen geht auch. Wenn bei „It’s A Blue Moon“ ganz sanft die Slideguitar einsetzt, ist das einfach nur schön und die täglich sinkenden Temperaturen machen einem nichts mehr aus. Und wenn das Quintett mit „Don’t Go Meek Into That Night“ fast schon ehrfürchtig die Scheibe beendet, möchte man sofort zur großen Pilgerfahrt ins gelobte Land des Pops aufbrechen.


Co-pilgrim: „Slows To Go“ // Battle Worldwide Recordings/Soul Food // VÖ: 16.10.2015

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Photo by @angusphtaylor