28. März
curt präsentiert: Chelsea Wolfe

Wer den Film „Donnie Darko“ mag, der hört auch Chelsea Wolfe. Denn sie entführt uns in die Abgründe und nebeligen Gebiete einer unheilvollen Welt. Chelseas Stimme ist nicht dunkel, ihre Lieder schon. Nick Cave trifft Portishead. Chelseas Musik gefällt den Metalfans, den Goths und sogar den Liebhabern der gezupften Gitarre.

regiert seit Jahren als mächtige Goth Queen, die ihre Zuhörer in ihr dunkles Kopfkino saugt. Seit ihr neues Album „Birth of Violence“ im September erschien, sind die hellen Tage kürzer geworden, die schwarzen Nächte länger. Damit auch der Frühling dunkel genug bleibt, kommt Chelsea im März nach München.

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https://www.youtube.com/watch?v=aKyX-bWK5xU

 

Chelsea litt als Kind unter einer Schlafparalyse, einer Muskellähmung, wie sie normalerweise nur während der Traum-Phase auftritt, jedoch beim Aufwachen wieder verschwindet. Bei Chelsea hielt die Lähmung im Wachzustand an. Ein Albtraum. Ihre Eltern brachten sie in ein Schlaflabor. Wieder ein Albtraum. Kein Wunder also, dass niemand den Schmerz, die Angst und die Dunkelheit eines Halbschläfers eindrucksvoller beleuchtet als Chelsea Wolfe.

All the parts of me that lived inside
Are drowning in the sea of waking life
They don’t know their colors don’t belong on the outside
(Halfsleeper)

Dark darf dunkel sein. Dunkel ist es oft in Norwegen und Deutschland, der Heimat ihrer Vorfahren. Dunkelheit gibt es selbst in Kalifornien, wo Chelsea in den trüben 1980er-Jahren aufwuchs. Dunkelheit auch im Song „American Darkness“, bei dem es um eine Liebesnacht geht. Und bei „The Mother Road“ tritt die Liebesgeschichte schwarz verkleidet in Erscheinung wie eine „Spinne in Tschernobyl“. Liebeslieder, trotz Schwere, Schwärze, Wehmut und Traurigkeit in den Tönen. Im Vergleich klingt das Album „American Darkness“ sogar weich. Aus Tiefschwarz ist ein bisschen Hellschwarz geworden. Die Wut ist weg.

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https://www.youtube.com/watch?v=B6TW79pJlOQ

Die Welt von Chelsea Wolfe pulsiert zwischen Mikro und Makro, wie sie selbst sagt. Vom großen Ganzen in eine kleine individuelle Geschichte. Wie die Mutter-Erde als riesiges Lebewesen, auf dessen Oberfläche jeder von uns kleine, seltsame Leben lebt.

Ob sie ihre Musik auch live zwischen den klanglichen Makrowelten der Alben „Hiss Spun“ oder „Pain is Beauty“ und den eher leisen Tönen zur dichterischen Essenz von „Birth of Violence“ pulsieren lässt, werden wir im März in den Münchner Kammerspielen erfahren.

Dann werden wir auch die Gewinner unserer Verlosung benachrichtigen. 3 x 2 Gästelistenplätze haben wir im Angebot. Dafür braucht es nur eine düstere E-Mail mit schön viel Schwarzmalerei an willhaben@curt.de mit Betreff Chelsea Wolfe.


curt präsentiert: Chelsea Wolfe > Homepage // 28. März 2020 // Münchner Kammerspiele // Beginn 20 Uhr // VVK 32,30 EUR zzgl. Gebühren

Foto: Ben Chisholm