27. Januar
Bunte Kuh Festival 2018

An bunten Hund kennt man. Der is hoid bekannt, der treibt sich umanand, der ist hier und da gesehen und immer irgendwie a bisserl anders. Eine eher unbekannte Zeitgenossin hingegen ist die bunte Kuh. Und das völlig zu Unrecht! Die bunte Kuh, das ist Kultur, Musik, Tanz, Party; wild gemischt einmal quer durch die Welt und wieder zurück. Ku(h)nterbunt eben.

Vom Erdinger Griechen Stavros und der Münchnerin Hanna, die Griechenland aber mindestens ebenso liebt und außerdem ihr eigenes Weißbier braut, wurde das eintägige (oder eher ein abendliche) Muhviech-Festival vor vier Jahren ins Leben gerufen; Ende Januar feiern die beiden mit der 5. Runde schon ein kleines Jubiläum. Dabei geben sich nicht nur lokale Kapellen und Bandas die Klinke in die Hand.

The Ufoslavians beispielsweise treten die extraterrestriale Reise an und bewegen ihre Hintern irgendwo vom Balkan rüber nach Minga. Das Transatlantic Club Orchestra (kurz und lecker, TACO)klingt zwar sehr … nun ja, transatlantisch, kimmt dann aber eben doch von hier. Die fünf sind so bunt zusammengewürfelt wie ihre Musik. Tuba trifft auf Geige, Mischpult auf Percussion und Synthies auf Cumbia. Wenige Wochen ist es her, dass das Quintett als Opener für die Orishas die ausverkaufte Muffathalle einheizten, als wären draußen Minusgrade. Und nein, die hatte es damals g’wiss no ned. Die Meschpoke, Muntermonika und DJ Jahvolo komplettieren das Line-up des BKF 2018, welches das Hansa39 am 27. Januar 2018 hoffentlich so rappelvoll werden lässt wie schon in den vergangenen Jahren.

Beim Gespräch mit Stavros und Hanna in der Kulttaverne Anti wird schnell klar, welche Gedanken dem Festival zugrunde liegen. „Die bunte Kuh ist einfach eine coole Party, die offene Menschen und eine offene Mentalität in den Mittelpunkt stellen und zelebrieren soll. Und das eben zu Musik aus aller Welt – wobei der Begriff World Music irgendwie ein bisschen durch ist“, wie wir einander zustimmend feststellen. „Das ist schwer greifbar und einigen fällt es schwer, sich konkret etwas darunter vorzustellen. So kamen wir also zu einem Veranstaltungsnamen, der so gar nichts mit World, International oder Ähnlichem zu tun hat und dennoch die der Veranstaltung zugrunde liegende Vielfalt wiedergeben sollte.“ Amen, darauf den dritten Ouzo, der uns während des Gesprächs immer mal wieder auffällig unauffällig über den Tisch zugeschoben wird.

Dass ich selbst noch nie auf dem Festival war, es namentlich aber durchaus kannte, zeigt den beiden liebevoll selbst betitelten „Almgründern“ nur umso mehr, dass es nicht alles ist, die Werbetrommel zu rühren. Das Reden über Inhalte, der Austausch der Kulturen auf, vor, hinter der Bühne: Darum geht es.

„Irgendwie musste ich bei der Kuh, insbesondere bunt, halt immer ans Debüt-Cover von LaBrassBandas „Habediehre“ denken, da hab ich das Festival dann einfach in die World-Mundart Schublade geschoben“, gestehe ich. Dass das natürlich nichts Schlechtes sei, füge ich hinzu, denn ich habe das Album geliebt. Nur über den Tellerrand habe ich bei der bunten Kuh bis dato noch nicht geschaut. Dabei lohnt es sich so arg, den Blick von der Alm auf Tal und Berge zu lenken (verkitscht-bildlicher Vergleich over.)

Bunte Kuh Festival > Homepage > Facebook Event // 27. Januar // Ab 19 Uhr im Feierwerk


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Dieser Artikel ist in unserer Ausgabe curt #88 erschienen.


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