2. September
The Brian Jonestown Massacre im STROM

AUSVERKAUFT // Zwischen dem ersten Studioalbum “Spacegirls and other favourites” und dem jüngsten, “Musique de film imaginé” liegen 22 Jahre und 13 weitere Alben. Dabei sind zumindest zwei, vielleicht aber auch drei Dutzend Musiker im Laufe der Zeit gekommen und wieder gegangen. Wäre interessant, ob die einzige Konstante in der Geschichte von The Brian Jonestown Massacre alle Ehemaligen auf die Reihe bekommen würde.

Die Konstante, ja das Zentralgestirn, um welches sich The Brian Jonestown Massacre seit jeher dreht ist Anton Newcombe. Anfang der 90er gründete der 1967 geborene US-Amerikaner zusammen mit Matt Hollywood, Ricky Maymi, Patrick Straczek und Travis Threlkel in San Francisco eine der wandlungsfähigsten Bands der vergangenen zwei Jahrzehnte. Denn genauso wie ihre Besetzung einem ständigen Wechsel unterlag, verweilte auch die Band stilistisch nie besonders lange in der selben Spur. Damals, in der Anfangszeit, bekam man noch fiebrigen, einem veritablen Drogentrip gleichenden Shoegaze serviert.Verzerrte, halluzinogene Gitarren, Mundharmonika aus dem Off, Gesang mit einer Überdosis Hall-Effekt. “Musique de film imagnié” ist hingegen eine Art Konzeptalbum. Newcombe bezeichnet es als Soundtrack eines fiktiven Films (macht Sinn dem Titel nach zu beurteilen) und als Huldigung an die großen europäischen Filmemacher der Mitte des vergangenen Jahrhunderts. Den Film solle man sich selbst dazu vorstellen. Und wie ein Soundtrack kommt es in der Tat daher. Minimalistische Instrumentalstücke wie finden sich ebenso wie einige nicht mal zwei Minuten lange Interludien und französische Texte. Enorm spannend ist das Ganze wenn man es auf sich wirken lässt. Vom Shoegaze aus vernebelter Vorzeit, Flöten und fernöstlichen Klängen wie auf “Aufheben” oder gar Anleihen aus der elektronischen Musik wie man sie von “Who killed Sgt. Pepper?” kennt ist jedenfalls nicht mehr so viel übrig geblieben.

Heute wird der Stil der Band meistens mit Neo-Psychedelic umschrieben. Anton Newcombe hat mit BJM mal wieder einen Spurwechsel hingelegt. Und diese Spur führt ihn und die Band am 2. September zu einem exklusiven Deutschlandkonzert nach München ins Strom. Dort war er übrigens zuletzt vor einem guten Jahr mit einem weiteren, begeisternden Projekt: seiner Zusammenarbeit mit Tess Parks. Man darf jedenfalls gespannt sein, was BJM aus ihrem reichhaltigen Fundus an diesem sicherlich erinnerungswürdigen Abend zum Besten geben werden. Ausreichend Wahlmöglichkeiten haben sie ja.

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The Brian Jonestown Massacre >> Homepage // 2. September im STROM // AUSVERKAUFT!! // Einlass: 20.30 Uhr, Beginn: 21.30 Uhr // Tickets: VVK: 24 Euro