30. September
curt präsentiert: The Brian Jonestown Massacre

Kein Jahr ohne The Brian Jonestown Massacre. Mit „Something Else“ legt Mastermind Anton Newcombe das nunmehr 18. Studioalbum seiner Retro-Allstar-Band The Brian Jonestown Massacre vor und entert damit das bereits dritte Jahrzehnt seines Mammut-Projekts. Am 30. September zerrt Newcombe seine Psychedelic-Hydra samt neuen Songs in die Manege des Technikums.

In San Francisco Anfang der 90er gegründet, gehört die derzeit 7-köpfige Formation zu einer der Bands, die keiner kennt, aber jeder schon einmal gehört hat. 2004 waren Newcombe und seine Mannen in der preisgekrönten, aber inhaltlich fragwürdig geschnittenen Doku „Dig!“ zusammen mit den Dandy Warhols zu sehen, mit denen sie seit Jahren eine bittersüße Hassliebe verbindet. Seit 2010 schmückt auch ihr Song „By Up And Down“ den Titelstreifen der Erfolgsserie „Boardwalk Empire“. Und wenn er gerade nicht auf dem heimischen, mittlerweile in Berlin befindlichen Küchenboden allerlei Köstlichkeiten zaubert und sich als hervorragender Gastgeber geriert, füllt Newcombe Tonband um Tonband. Kaum ein Tag vergeht, ohne dass der eigensinnige Shoegazer einen Track, wenn nicht sogar gleich ein ganzes Album aufnimmt. Zu den mittlerweile 18 Studioalben gesellen sich nämlich nicht weniger als 5 Live-Aufnahmen, 13 EPs, diverse Compilations und Nebenprojekte wie jüngst mit Tess Parks.

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https://www.youtube.com/watch?v=7MoVTz-gqBk

Das Tempo wiederfinden und den eigenen Drive kultivieren, jenseits von Altersgrenzen, das ist das neue Ziel des 50-jährigen Neo-Psychedelics, der neben Küche und Tonstudio auch gerne am Flohmarkt am Mauerpark gesichtet wird. Neben Gesprächen mit Verkäufern, die ihn irgendwo her kennen würden, füllt sich hier der Jutebeutel nicht nur mit obligatorischen Lego-Figuren für Sohn Wolfgang und Schallplatten für die eigene Sammlung, sondern auch mit Input für neue The Brian Jonestown Massacre Siegeszüge. Multikulti wie Multiinstrumenti spiegeln diese alles wider, für was psychedelische Musik, aber auch die Stadt Berlin stehen. Jene Offenheit macht es auch möglich, dass sich die einzelnen Mitglieder trotz des wenigen Bühnenraums optimal entfalten können. Dabei ist auch die ein oder andere Zeile auf Französisch, Schwedisch oder sogar Deutsch keine Seltenheit mehr.

The Brian Jonestown Massacre, nimmermüde, im höchsten Maße kreativ und überaus fleißig. Und wer weiß: Vielleicht hat Anton Newcombe bis zu seiner Show am 30. Spetember im Technikum auch schon Album Nummer 19 im Kasten. Die Extraprise Tambourin gibt es Joel Gio sei Dank in jedem Fall obendrauf.

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curt präsentiert: The Brian Jonestown Massacre > Homepage // 30. September 2018 // Technikum // Beginn: 20.30 Uhr // VVK 24,20 Euro zzgl. Gebühren