Gehört: Blackberries – Greenwich Mean Time

So klingt ein Album, das gemacht werden wollte und nicht gemacht werden musste. Mit Greenwich Mean Time bringen die Blackberries aus Solingen ihr zweites Album an den Start. Während sich Großbritannien politisch immer mehr von Europa entfernen mag, scheint das Bergische Land musikalisch fest an der Insel zu kleben. Hatten die vier Jungs auf ihren ersten Veröffentlichungen schon ein großes Faible für den guten alten Brit-Pop, wabert ihr Sound nun mehr in Richtung Psychedelic, Prog und Krautrock.

Frühe Pink Floyd und späte Beatles, Sound und Klamotten der 60er und 70er Jahre. Hier fühlen sich die Blackberries pudelwohl. Es bleibt aber nicht bei der puren Reproduktion. Greenwich Mean Time ist ein Album voller Atmosphäre und Tiefe mit Hymnen an die besagte Zeit. In der Fusion dieser Einflüsse mit den eigenen Visionen entwerfen die Blackberries eine einzigartige pulsierende Energie, welche die Ohren mit viel Pop-Appeal, aber auch frickeligen Gitarren- und Orgelsoli versorgt. Die Platte passt perfekt in den Sommer und die Band wird sicherlich das ein oder andere Festival beehren. Schnell ein paar Cider kalt gestellt und ein fettes Chip Butty zubereitet denn in summer, the song sings itself.

Blackberries – Greenwich Mean Time >> Homepage // Unique Records / Groove Attack // VÖ: 10. Juni 2016